U15-Fußballturnier: Leverkusen triumphiert in Ochtrup
OCHTRUP Die letzte Minute des Endspiels brach gerade an, da passierte es: Aus spitzem Winkel drosch Amara Conde die Kugel ins Netz des 1. FC Nürnberg zur Leverkusener 2:1-Führung. Die gaben sie in den letzten Sekunden nicht mehr her und errangen somit den Titel beim 32. Ochtruper U 15-Turnier (Volksbank-Cup).
Im Vorjahr noch im Finale Hannover unterlegen, setzte sich Bayer Leverkusen diesmal in Ochtrup wieder die Krone auf. (Foto: Thomas Strack)
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Seit 2003 war es bereits Leverkusens vierter Triumph bei diesem hochklassigen, mit Bundesliga-Nachwuchsteams gespickten Turnier. „Leverkusen ist halt ein guter Ausbildungsverein“, erklärte DFB-Trainer Paul Schomann von Gastgeber Ochtrup, „schon im E- und auch F-Jugendbereich suchen sie in einem Umkreis von 60 Kilometern nach Talenten.“ Eine große Zukunft könnte auch Bayers Torwart Patrick Bade vor sich haben. Ihm gefällt das offensiv ausgerichtete System seines Leverkusener Teams: „Es kommt mir entgegen, weil ich ein spielender Torwart bin. Ich versuche, Angriffe schnell zu initiieren“, erklärte er.
Im Finale musste er sich nur einmal geschlagen geben. Cedric Teuchert überwand ihn und wurde später mit neun Treffern als Torschützenkönig geehrt. Damit tritt der Stürmer in die Fußstapfen so namhafter Spieler wie Maurice Banach (Torschützenkönig 1982) oder Christian Timm (1993). Als Teuchert sich die Ahnengalerie anschaut, stellt er allerdings fest: „Von denen kenne ich nur einen: Julian Draxler.“ Der war 2008 einer seiner Vorgänger. Dass die anderen Namen dem 15-Jährigen nichts sagen, verwundert Schomann nicht: „So weit blicken die Jungs nicht zurück.“
Sie gucken lieber nach vorne, denn vielen von ihnen gehört die Zukunft. So wie Mario Götze oder Manuel Neuer, die einst ebenfalls in Ochtrup mitgespielt haben.
Hat sich gelohnt
Michael Wimmer, Trainer des unterlegenen Finalisten Nürnberg, betonte, die weite Anreise habe sich gelohnt: „Ein super Turnier, bei dem wir uns mit den besten Mannschaften messen können. Im Finale haben wir uns durch individuelle Fehler selbst geschlagen. Allerdings ist Leverkusen eine top Mannschaft.“
Das hörte Bayers Coach Jörg Bittner natürlich gerne. Er analysierte den Erfolg so: „Es ist uns gelungen, in den entscheidenden Spielen wenige Torchancen des Gegners zuzulassen. Und unsere Offensivqualität ist so hoch, dass wir immer vier, fünf große Chancen haben.“ Viele davon seien im Endspiel verpufft, weil Nürnbergs Keeper „bombenmäßig gehalten hat“. Condes Schuss aus spitzem Winkel konnte er aber nicht entschärfen.
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