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30.07.2011 22:13 Uhr
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Fußball-Stadtmeisterschaft: SCP entreißt Burgsteinfurt den Pokal

STEINFURT Eine spannendere Konstellation hätte es nicht geben können. Exakt gleichauf gingen am Samstag Preußen Borghorst und der SV Burgsteinfurt ins letzte Spiel um die Stadtmeisterschaft.Von Marius Holthaus

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Mit Siegen über Wilmsberg (1:0) und den SV Burgsteinfurt (2:1) setzte sich Landesliga-Aufsteiger Borghorst Steinfurts Fußball-Krone auf. 

Beide Landesligisten hatten zuvor den gut dagegen haltenden A-Ligisten SV Wilmsberg jeweils mit 1:0 besiegt. Bei ihrem abschließenden direkten Duell war somit klar: Der Gewinner dieses Spiels hat den Titel, im Falle eines Remis gäbe es Elfmeterschießen. So weit kam es aber nicht, weil Gastgeber Borghorst dank einer taktischen Umstellung den 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg drehte. Titelverteidiger SVB war gestürzt.

Nur Gremplinski trifft

In der Anfangsphase der entscheidenden Partie (jedes Spiel dauerte 45 Minuten) überrannte Burgsteinfurt den SCP. Das 1:0 durch Thorsten Gremplinski (8.) war eine viel zu geringe Ausbeute. „Wir hätten 2:0 oder 3:0 führen müssen“, monierte Trainer Marco Antwerpen. Nach den jüngsten, harten Trainingseinheiten habe halt die Kraft und somit die Konzentration gefehlt. Sein Borghorster Amtskollege Uli Amshoff bestätigte: „In der ersten Viertelstunde haben wir gesehen, wie schwer es für uns in der neuen Liga werden kann. Wäre Burgsteinfurt etwas cleverer gewesen, dann hätten sie das Ding früh klar machen können.“

Nach dem Fehlstart stellte Amshoff von zwei auf drei Spitzen um. Direkt fand Borghorst ins Spiel und wurde gefährlich. Nach Ecke von Maxi Langer wuchtete der aufgerückte Libero Philipp Lürwer die Kugel per Kopf zum 1:1 ins SVB-Netz (27.). Jetzt wogte es hin und her. Kurz vor Schluss passte David Marx auf Kappelhoff Rickert, der ließ den in dieser Szene ungeschickt agierenden Holger Heppe stehen und schob überlegt ein (40.). Den letzten Freistoß von Jule Vehoff entschärfte SCP-Schnapper Stefan Brüning.

Kapitän David Marx nahm den Pokal entgegen und meinte: „Wir wollten das Ding auf jeden Fall gewinnen. Bei diesen Lokalderbys braucht man sich nicht extra zu motivieren.“

„Schritt nach vorne“

Auch Antwerpen war nicht unzufrieden: „Wir wollten hier einen Schritt nach vorne machen. Das haben wir geschafft. Spielerisch war das richtig gut. Gegen Wilmsberg hätten wir auch schon 4:0 gewinnen müssen.“ Doch nur Isuf Asllani nach Vorarbeit von Sascha Markmann schaffte es, den starken SVW-Keeper Tobias Sicking zu überwinden (7.).

In dieser Partie war der SVW chancenlos. Zum Auftakt gegen Borghorst hingegen hatten die Piggen in den ersten 20 Minuten einige gute Torchancen, die sie ungenutzt ließen. Danach aber bestimmten die Preußen, denen bereits in der 18. Minute der 1:0 Siegtreffer gelungen war. Einen Freistoß von Philipp Wierling hatte Sicking mit einer Flugeinlage hoch abgewehrt. Als der Ball wieder runterkam, war Kappelhoff Rickert mit dem Kopf zur Stelle. Ärgerlicher als dieses Gegentor war für die Wilmsberger aber die Knieverletzung ihres spielenden Co-Trainers Labi Hasani. „Ich weiß noch nicht, was es ist“, sagte er nach Ende des Turniers, bei dem er Chefcoach Suad Sadovic (Urlaub) vertrat. Hasani: „Dafür, dass wir zwei Ligen tiefer stehen als Borghorst und Burgsteinfurt, haben wir ganz ordentlich ausgesehen. Zweimal 0:1 zu verlieren – damit können wir zufrieden sein. Wir sind hier als Mannschaft aufgetreten. Jeder hat für den anderen gekämpft. Einige müssen aber noch an ihrer Fitness arbeiten.“

Wenige Besucher

Enttäuschend war die Besucherzahl. „Wir hatten mit mehr Zuschauern gerechnet“, sagte Borghorsts Sportlicher Leiter Jörg Segbers. Bei der Terminsuche habe er extra darauf geachtet, die Stadtmeisterschaft eine Woche vor den Bundesliga-Start zu legen. Vielleicht hätten die Ferien oder das durchwachsene Wetter Fans fern gehalten.


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