SV Burgsteinfurt: Turbulentes 1:1 in Mesum
MESUM/BURGSTEINFURT Ein Platzverweis, eine Trainerverbannung, acht Gelbe Karten und zwei Tore. Ein äußerst turbulentes Landesliga-Derby zwischen dem SV Mesum und dem SV Burgsteinfurt fand beim 1:1 (0:1)-Endstand verdientermaßen keinen Sieger.
Timo Meyer (l.) köpfte die SVB-Führung. Sein Tor reichte aber nicht zu drei Punkten. (Foto: Thomas Strack)
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Grewe versucht’s frech
Wer jetzt aber glaubte, Burgsteinfurt spielt die Partie mit einem Mann mehr souverän herunter, der wurde eines Besseren belehrt. Nicht wiederzuerkennen war die Truppe von Trainer Marco Antwerpen in Überzahl, wesentlich behäbiger als zuvor wirkte die Mannschaft in der Folge.
Das SVM- Team von Trainer Uwe Laurenz dagegen kämpfte sich in die Partie, was umgehend belohnt wurde. Christof Brüggemann schickte auf dem linken Flügel Jan Krampe die Linie entlang, dessen Hereingabe brachte Ron Konermann irgendwie unter Kontrolle und versenkte die Kugel zum 1:1-Ausgleich in den SVB-Maschen (65.).
Der Treffer war Balsam für die beanspruchten Mesumer Nerven. Wirklich gefährlich waren die Hausherren zuvor nur in der Anfangsphase.
SVM mit gutem Beginn
Zunächst scheiterte Benni Brinkmann nach einer Ecke von Thomas Rauen (3.). Nur eine Minute später probierte es Kevin Grewe frech mit einer direkt aufs Tor gezogenen Ecke, die SVB-Schnapper Patrick Kapke nur mit Mühe parierte (4.).
Danach übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle im Hassenbrockstadion. Während Isuf Asllani (25.) und Lars Kormann (29.) gute Möglichkeiten liegen ließen, machte es Timo Meyer in der 33. Minute wesentlich besser. Nach einer Ecke von Wilhelm Dolguschin lauerte der defensive Mittelfeldmann am langen Pfosten und nickte unbedrängt zum 1:0 ein.
Die Laurenz-Elf schien geschockt, der SVB spielte aufs zweite Tor, doch Asllani vergab die dickste Möglichkeit. Nach einer Hereingabe von Lars Kormann knallte er das Leder aus vier Metern links vorbei (45.).
Nach dem Ausgleich in Durchgang zwei (65.) wurde das Spiel noch hitziger als zuvor. Viele Gelbe Kartons wurden an den Mann gebracht. Wenig hatte das Spiel fußballerisch zu bieten. Mesum stand hinten drin, wollte den Punkt unbedingt verteidigen. Burgsteinfurt war zwar bemüht, aber zwingend waren die Offensivaktionen nicht.
Fast noch der Siegtreffer
Als Marco Antwerpen wegen Reklamierens schon auf der Tribüne stand, wären die Mesumer um ein Haar für ihren Kampf belohnt worden. Doch Brüggemann und Konermann ließen in der Schlussphase gute Konterchancen leichtfertig liegen.












