http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews#dcopt=ist;#1444721648#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##5663185#120#600#3
Medienhaus Lensing
01.09.2010 17:28 Uhr
Schriftgröße: A A A

Analyse: Hoffnungsschimmer für Nahost?

Washington (dpa) Barack Obama ist sich des Risikos bewusst, das er eingeht. Fast zwei Jahre lang hat er seinen Nahost-Spezialisten George Mitchell auskundschaften lassen, ob überhaupt Chancen für eine neue Runde von Nahost-Friedensverhandlungen bestehen.Von Peer Meinert, dpa

«
1/1
»

US-Außenministerin Clinton und Israels Ministerpräsident Netanjahu stellen sich in Washington der Presse. 

Mühsam versucht das Weiße Haus, zum Auftakt der Gespräche am Mittwoch Optimismus zu verbreiten. Doch hinter vorgehaltener Hand herrscht durchaus auch Skepsis. Der jüngste Terroranschlag der Hamas zeigt, wo die größte Gefahr lauert - doch auch ansonsten gibt es jede Menge Stolpersteine.

«Den Kräften des Terrors und der Zerstörung darf nicht gestattet werden weiterzumachen», sagt Außenministerin Hillary Clinton nach einem ersten Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstagabend (Ortszeit). Das klingt ein wenig wie das Pfeifen im Walde. «Israelis und Palästinenser wissen beide: Wenn Gewalt neue Gewalt erzeugt, gibt es keine Antwort», fährt sie fort. Clinton und Netanjahu ist klar: Immer wieder, wenn sich in der Vergangenheit Fortschritte in Richtung Frieden abzeichneten, machten Terroranschläge einen Strich durch die Rechnung.

Noch vor zwei Tagen verlautete aus Verhandlungskreisen in Washington, es gebe seit Monaten keine Terroranschläge mehr gegen Israel - allein dies sei bereits ein sicheres Zeichen, dass sich endlich etwas bewegen könne. Kein Terror gegen Israel - seit dem Anschlag der Hamas im Westjordanland ist das Argument Makulatur geworden.

Tatsächlich ist es mehr als ein Schönheitsfehler, dass die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas in Washington nicht mit am Tisch sitzt. In Wirklichkeit vertritt Palästinenserführer Mahmud Abbas lediglich einen Teil seines Volkes. Rund 2,5 Millionen Palästinenser leben im Westjordanland, rund 1,5 Millionen im Gazastreifen.

«Hamas kann einer Friedensvereinbarung später beitreten», verlautet dazu aus Delegationskreisen lakonisch. Die amerikanische Strategie dahinter: Sollte es zu einer Friedenslösung kommen, würde der künftige Palästinenserstaat eine derartige Strahlkraft entfalten, dass Gaza von sich aus den Anschluss sucht. Eine vage Hoffnung. Tatsächlich lehnt die Hamas den derzeitigen Friedensprozess rundweg ab - und bekämpft ihn, wie sich zeigt, nicht nur mit Worten.

Auch ansonsten: Statt kühler Kalkulation herrscht eher das Prinzip Hoffnung vor. Immer wieder verweisen Optimisten auf die alles in allem günstige Entwicklung in Abbas' Herrschaftsbereich im Westjordanland: rasantes Wirtschaftswachstum von rund zehn Prozent, Bekämpfung der Korruption und bessere Sicherheitslage. Doch das ist nur die eine Lesart, andere betonen, der 75-jährige Abbas beurteile die Erfolgschancen selbst mit großer Skepsis. Angeblich sei er nur nach Washington gekommen, weil ihn die USA «praktisch gezwungen» hätten.

Andere Mitglieder der «Optimisten-Fraktion» verweisen auf ein ganz anderes Argument: Erstmals betrachteten die arabischen Staaten Israel nicht mehr als «alleinigen Feind» in der Region, heißt es mit Blick auf den Iran. Der Machtanspruch der Mullahs aus Teheran irritiere vor allem die Golfstaaten und Saudi-Arabien. Doch daraus gleich Hoffnung für einen Nahost-Frieden zu schöpfen, erscheint eher gewagt.  

Und auch Obamas Bereitschaft allein, sich auf das hochriskante «Abenteuer Nahost» einzulassen, ist noch längst keine Gewähr für Erfolg. Sein Ansehen in der Region sei stark, kein Vergleich zu seinem ungeliebten bis verhassten Vorgänger George W. Bush, verbreiten die Hoffnungsvollen in Washington. Doch in der Vergangenheit sind Bill Clinton, Jimmy Carter und andere mit ihrer Friedensvision gescheitert - und nicht selten entlud sich nach solchem Scheitern eine neue Welle der Gewalt. Obama ist sich des Risikos bewusst.  



Randale im Zug

1

DB-Konzern will Schäden durch Fußball-Fans eindämmen

Die Deutsche Bahn will verstärkt gegen Randale von Fußballfans in Zügen vorgehen.

BERLIN/DORTMUND Züge und Bahnhöfe verkommen neben den Fußballstadien mehr und mehr zum Spielfeld für aggressive Chaoten. Dem will jetzt auch die Deutsche Bahn mit Hilfe eines Fußball-Fan-Gipfels einen Riegel vorschieben. mehr...

Eurovision Song Contest

2

Tops, Flops und Retro-Pop: Die Finalisten 2012

Roman Lob in Baku. Foto: Ulf Mauder

BAKU Wilde Frauen, sanfte Männer, Stadion-Pop und Polka-Klänge, absurde Frisuren und Retro-Kleider: Im Finale des Eurovision Song Contest 2012 am Samstagabend treffen Pop-Welten aufeinander. Die 26 Teilnehmer im Kurzporträt in der Startreihenfolge mehr...

Fall Etan Patz

3

Verdächtiger gesteht nach 33 Jahren Mord an Kind

Seit 33 Jahren verschwunden: Etan Patz. Foto: N.Y. Police Department

New York 33 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz in Manhattan steht die New Yorker Polizei vor dem Durchbruch: Polizeichef Raymond Kelly gab am Donnerstagabend (Ortszeit) die Verhaftung eines 51-jährigen Mannes bekannt. mehr...

Prozess in Essen

4

Jugendfußballer erstochen - 18-Jährigem drohen neun Jahre Haft

ESSEN Die Tat bleibt unfassbar: Vor sechs Monaten wurde in der Essener Innenstadt ein Jugendfußballer erstochen. Tobias G. wurde nur 19 Jahre alt. Jetzt drohen dem Täter viele Jahre Gefängnis. mehr...

LWL-Studie

5

Ärger um Schulbücher: Westfalen als dörfliches Hinterland

So in etwa könnten sich Kinder nach Lektüre ihrer Schulbücher ganz Westfalen vorstellen, fürchtet der LWL nach einer Studie.

Münster Viele Kinder in NRW lernen die westfälische Landeshälfte in ihren Schulbüchern in erster Linie als dörfliches Hinterland kennen. Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Münster veröffentlichten Studie. mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##1316539511#300#250#4

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

DFB-Museum in Dortmund

Fußball

Das Fußball-Museum des DFB kommt nach Dortmund! 2014 wird es eröffnet.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia