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Medienhaus Lensing
08.02.2012 06:50 Uhr
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Präsidentschaftskandidatur in den USA: Außenseiter Santorum mischt Vorwahlen mit Doppelsieg auf

Washington Ein sensationeller Doppelsieg von Rick Santorum bei den Vorwahlen hat das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA wieder spannend gemacht. Der Außenseiter gewann am Dienstag in den Bundesstaaten Minnesota und Missouri mit deutlichem Vorsprung.dpa

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Rick Santorum spricht in Blaine, Minnesota. Foto: Graig Lassig (Foto: dpa)

Das meldeten unter anderem die Fernsehsender CNN und NBC. In Colorado, wo am Abend ebenfalls gewählt wurde, stand der 53-Jährige nach Auszählung von einem Drittel der Stimmen sogar vor einem möglichen dritten Erfolg. Der zuletzt haushohe Favorit Mitt Romney hat damit plötzlich wieder unerwartet kräftigen Gegenwind.

In Minnesota kam Santorum nach Auszählung von gut 70 Prozent der Stimmen auf etwa 45 Prozent. An zweiter Stelle lag überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit gut 27 Prozent. Romney kam nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich auf 10 Prozent.

Gingrich nicht auf den Wahlzetteln in Missouri

In Missouri konnte Santorum sogar 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Romney kam hier auf gut 23 Prozent und Ron Paul auf über 12 Prozent. Gingrich stand nicht auf den Wahlzetteln. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

In seiner Siegesrede unterstrich ein euphorischer Santorum, ein besserer Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl im November zu sein als Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der Demokrat im Weißen Haus, kritisierte Santorum. «Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama», sagte er und griff dabei den Präsidenten scharf an: «Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr».

Romney gratulierte Santorum

Mit seinem Aufbäumen am Dienstag könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Der Ex-Senator aus Pennsylvania hatte bislang nur die erste Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten.

 Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in New Hampshire, Nevada und Florida festigen können. Er gratulierte Santorum zu seinem großen Erfolg, gab sich aber weiter zuversichtlich, Präsidentschaftskandidat zu werden.

Sein bislang schärfster Herausforderer Gingrich, konnte nur South Carolina für sich entscheiden. Lediglich Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, gilt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis als unerschütterlicher Teilnehmer in dem Rennen.



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