Krisentreffen nach Rückzug von Linzer Weihbischof
Wien (dpa) Nach dem überraschenden Amtsverzicht des vom Papst zum Linzer Weihbischof ernannten Priesters Gerhard Maria Wagner ist die österreichische Bischofskonferenz am Montag zu einer Sondersitzung zusammengetreten.
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Der Wiener Kardinal und Erzbischof Christoph Schönborn hatte das Krisentreffen in Wien einberufen, nachdem die Ernennung Wagners zu einer Welle von Kirchenaustritten geführt hatte. Die meisten der insgesamt zehn Bischöfe hatten sich mehr oder weniger deutlich gegen die Ernennung des als ultrakonservativ geltenden Wagners ausgesprochen. Schönborn selbst nannte die Klausur im Vorfeld öffentlich «Schadensbegrenzung».
Wagner hatte am Sonntagabend seinen Amtsverzicht bekanntgegeben. Der Vatikan habe seinem Wunsch entsprochen, berichtete die amtliche katholische Nachrichtenagentur Kathpress. Seine Ernennung durch Papst Benedikt XVI. war von großen Teilen der Priesterschaft in der Diözese Linz öffentlich abgelehnt worden. Am Sonntag wurde bekannt, dass eine Gruppe Geistlicher sogar eine Art Volksbegehren gegen Wagner einleiten wollte.
Wagner selbst bezeichnet unter anderem Homosexualität als Krankheit und sieht in Naturkatastrophen eine Strafe Gottes. Der Rückzug Wagners wurde am Montag von seinen Kritikern einhellig begrüßt.






