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Medienhaus Lensing
19.03.2010 17:34 Uhr
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Film "Green Zone": Matt Damon als Mustersoldat

Wo sind sie bloß, die Massenvernichtungswaffen des Irak? Chief Miller (Matt Damon) und seine Truppe suchen und suchen. Noch eine leere Lagerhalle, wieder eine Toilettenfabrik. „Da stimmt etwas nicht mit der Aufklärung“, sagt Miller zu seinen Vorgesetzten im Film "Green Zone". „Machen Sie Ihren Job und suchen Sie weiter!“ Von Kai-Uwe Brinkmann

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Matt Damon als Mustersoldat in "Green Zone". (Foto: Universal)

Da stimmt etwas nicht. Der Irak hat keine Bio- und Atomwaffen. Eine Propaganda-Ente als Vorwand für den Krieg. Schlampige Arbeit oder Lüge? „Green Zone“, der neue Film von Paul Greengrass („Die Bourne Verschwörung“) wählt die Lüge. Dramaturgisch gibt das mehr her, als ein paar Stoffel an den Pranger zu stellen, die mit lausig recherchierten Memoranden das Weiße Haus füttern.

Sätze wie gemeißelt

Wenn die Nation schon arglistig getäuscht wurde, tut es gut, wenn die Lüge ein Gesicht hat. In diesem Fall das von Greg Kinnear. Er spielt einen Technokraten, der die Wahrheit unter dem Teppich halten will. Ein Mann aber steht für Amerikas  Gewissen: Das ist Matt Damon in der Rolle des Kriegers Roy Miller. Ein Mustersoldat, durchglüht von Verantwortung. Als er in Uniform nicht weiterkommt, wechselt Damon in die Bourne-Identität und wird CIA-Mann. Das Drehbuch legt ihm Sätze wie gemeißelt in den Mund. Alles Lüge! Soldaten werden benutzt! Was geschieht das nächste Mal, wenn Menschen der Politik Vertrauen schenken?

Das Geheimnis ist ein alter Hut

Greengrass verpackt dieses Lamento in einen Action-Thriller, Marke „Doku von der Front“: Handkamera, Reißschwenks, Schnitt-Feuerwerk. Das Geheimnis, das Miller aufdeckt, ist ein alter Hut. Kein Giftgas im Irak. Das wussten wir doch schon.


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