Sehenswert
Theater in der Region
Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick. mehr...
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KÖLN Er bleibt sich treu. Kein Festakt, keine offizielle Feier. Seinen 80. Geburtstag verbringt Gerhard Richter, einer der erfolgreichsten Gegenwartsmaler weltweit, heute im engsten Familienkreis.
Der scheue Künstler, schon als "Picasso des 21. Jahrhunderts" gefeiert, meidet den großen Auftritt. Immerhin ist er kurz vor seinem Geburtstag nach Dresden gereist. Seine Geburtsstadt zeigt seit dem Wochenende den kompletten "Atlas", Richters riesige Sammlung von Bildvorlagen. Auch Berlin präsentiert ab dem 12. Februar eine Geburtstagsausstellung. Unter dem Titel "Panorama" gibt die Neue Nationalgalerie mit gut 150 Gemälden einen Überblick über alle Schaffensphasen.
Fenster im Kölner Dom
"Man erschrickt" kommentierte der Meister sein Alter, und räumte ein, nicht mehr so viel zu arbeiten.
Das Werk des in Köln lebenden Sachsen gilt als vielseitig. Verschwommene Gebirgslandschaften und Porträts gehören dazu wie Skulpturen, Farbtafeln und abstrakte Bilder. "In jüngster Zeit sind zahlreiche abstrakte Bilder hinter Glas entstanden und die so genannten Strip-Werke", sagt sein Biograf Dietmar Elger. Elger, der in Dresden das Gerhard-Richter-Archiv leitet, beziffert das Werk des Künstlers "auf etwas mehr als 3000 Bilder".
Wurzeln in der DDR
Richters Karriere wurzelt in der frühen DDR. Geboren 1932 in Dresden, arbeitet er als Betriebsmaler und studiert ab 1951 an der Dresdner Kunsthochschule. 1961 verlässt er Monate vor dem Mauerbau den Osten und studiert an der Düsseldorfer Kunstakademie. Es entstehen seine realistischen Fotomalereien mit verwischten Konturen und Details.
Richters Fotogemälde, zu ihnen gehört auch der RAF-Zyklus "18. Oktober 1977", sind mittlerweile Klassiker. Der Hype zeigt sich nicht nur in steigenden Preisen, sondern auch mit spektakulären Aufträgen. So gestaltete er ein rund 100 Quadratmeter großes Fenster im Kölner Dom mit mehr als 11 000 farbigen Quadraten.
Lob von der Ministerin
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