http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment#dcopt=ist;#33761169#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment##1342548056#120#600#3
Medienhaus Lensing
03.03.2010 14:31 Uhr
Schriftgröße: A A A

Ausstellung in Münster: Die Farbe seiner Träume - Miró im Picasso-Museum

MÜNSTER Mit der Ausstellung "Joan Miró - Die Farbe seiner Träume" läutet das Picasso-Museum in Münster sein Jubilläumsjahr ein. Vor zehn Jahren öffnete das Museum zum ersten Mal seine Türen. Die Miró-Ausstellung ist vom 5. März bis zum 6. Juni 2010 zu sehen.Von Sabine Müller

«
1/1
»

Miró im Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster: Die neue Ausstellung zeigt einen ungewohnten Miró. (Foto: Sabine Müller)

Es ist ein ungewöhnlicher Joan Miró, der hier gezeigt wird. Die 110 Werke stammen aus der Maeght-Collection in Frankreich, der mit rund 7000 Werken größten Miró-Sammlung weltweit. Mit den Bildern, die man von Joan Miró (1893 - 1983, Foto) aus Postershops kennt, hat diese Ausstellung kaum etwas zu tun. Miró besteht nicht nur aus schwarzen und roten Kreisen, Klecksen und Strichen, aus den stilisierten Symbolen für Sonne und Mond. Hier stellt sich ein Künstler vor, der lustvoll mit Farbe, Formen und Materialien experimentiert, der Spaß am Neuen und Außergewöhnlichen hat. So hat man Miró definitiv noch nicht gesehen, vor allem nicht in dieser Spannbreite.

Relief aus Kordel

Spannend ist ein riesiges, raues Relief aus bemalter Kordel, Tuch und einem Zuckersack, aus dem Stoffe heraushängen und das Miró mit Feuer verbrannt und geschwärzt hat. Ganz anders eine drehbare weiße Skulptur mit dem Titel „Femme“ aus Epoxidharz, handschmeichlerisch und wie ein riesiger Stein geformt. Fantasie-Bronzen werden auf einem Sandstrand präsentiert, für den 1,5 Tonnen Sand in die Ausstellung geschüttet wurden. Vasen und Teller sind mit Männchen und Tieren bemalt, mit Muscheln und Püppchen beklebt.

Seide und Tierhäute

 Miró zeichnete auch auf Packpapier: spinnenartige Muster, amorphe Menschen. Und er druckte und malte auf feuchten Tierhäuten: lustige und gutmütig dreinblickende Eulen beispielsweise. Die Drucker brachten die dünnen Tierhäute an den Rand der Verzweiflung. Ebenso wie Mirós Vorhaben, auf Seidenstoff zu drucken. Erstaunlich ist das elf Meter lange, schmale Seidentuch, das Miró mit asiatisch anmutenden Motiven bedruckte. 62 Farben und 6000 Arbeitsgänge waren dafür nötig. Selbst das Kästchen, im dem der Schal verstaut ist, hat Miró mit seiner Formensprache versehen.

Schmutzig an den Füßen

„Wer meint, sich an Miró schon satt gesehen zu haben, lernt ihn hier neu kennen“, verspricht Museumsleiter Markus Müller. Zudem erschließt sich durch Zitate und Fototapeten-Porträts des Künstlers an den Wänden auch der Mensch Miró. Ein kleiner, höflicher und distinguierter Mann sei er gewesen, erinnert sich Isabelle Maeght von der Maeght-Collection. Schon ihr Großvater und ihr Vater pflegten eine enge Freundschaft zu Miró, richteten ihm Ateliers in Saint-Paul de Vence ein (etwa 25 Kilometer von Nizza entfernt), bauten ihm die größtmögliche Druckerpresse, die Miró sogar signierte und taufte. „Er war sehr zurückhaltend, aber arbeitsmäßig ein Vulkan“, sagt die Französin. Miró selbst hat seine Schöpfungsphase so beschrieben: „Ich arbeite oft mit den Fingern; ich habe das Bedürfnis, einzutauchen in die physische Realität der Tinte, der Farbe, ich muss an Kopf und Füßen schmutzig sein.“

Picasso und Miró

Gezeigt werden Werke aus allen Schaffensperioden. Parallelen zu Picasso gibt es auch, bei den Druckgrafiken sei er sogar experimenteller als Picasso gewesen, so Müller. Die beiden Künstler hatten großen Respekt voreinander, so Isabelle Maeght. Picasso ist der erste Künstler, dem Miró in Paris einen Besuch abstattet. Als Geschenk bringt er eine katalanische Wurst mit. Zwei Spanier unter sich. Doch erst nach Picassos Tod traut sich Miró, sich selbst als den größten spanischen Künstler zu bezeichnen.

Vom Träumen

Der Titel der Ausstellung „Die Farbe seiner Träume“ bezieht sich auf ein gleichnamiges Werk aus dem Jahr 1925, in dem der Künstler die Bedeutung des Träumens für seine Werke und gleichzeitig sein surrealistisches Gedankengut beschreibt. „Ich träume nie“, sagte Miró. „Ich schlafe wie ein Maulwurf. Aber wenn ich wach bin, dann träume ich ständig.“

Di bis So 10-18 Uhr. Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet. Am 25. April hat das Museum bis 23 Uhr geöffnet.
Öffentliche Führungen: Do 16.30 uhr, Sa/So undfeiertags 15 Uhr und 16.30 Uhr. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.
  


Diplom-Rundgang der Designer

1

Mädchen brauchen keine Feen

Magdalena Petkova nimmt die Damenmode mit dem Blick der Grafikdesignerin ins Visier.

MÜNSTER Wenn das Prinzessin Lillifee wüsste, sie wäre entsetzt. Catherine Gabrielle Ionescu hasst Rosa! Die Designerin hat ihren Bachelor-Abschluss mit einem „Anti-Rosa-Buch“ gemacht, Titel: „Bine und die Feenplage“. mehr...

Kunstakademie Münster

2

Viel Sex und Nacktheit beim Rundgang

MÜNSTER Ist es das Schuldendebakel, Berlusconi und sein Bunga Bunga oder das Dschungelcamp? Was beschäftigt junge Künstler von heute? Münsters Kunststudenten laden bis Sonntag (5. Februar) zum alljährlichen Rundgang in die Akademie ein, um ihre Sicht auf Kunst und Welt zu zeigen. mehr...

Ausstellung in Berlin

3

Gerhard Richter zeigt 140 Werke in der Nationalgalerie

Der Maler Gerhard Richter flüchtet nach der Pressekonferenz zur Eröffnung der retrospektiven Ausstellung "Gerhard Richter: Panorama" in der Neuen Nationalgalerie in Berlin im Presserummel vom Podium.

BERLIN Als hätte ihn sein 80. Geburtstag altersmilde gestimmt: Einen Tag nach seinem runden Jubiläum hat der sonst so publikumsscheue Maler Gerhard Richter gestern gut gelaunt seine große Werkschau in Berlin vorgestellt. „Wir wollten das Spannendste zeigen“, sagte er bescheiden. „Wir haben unser Bestes versucht.“ mehr...

Berlinale: Angelina Jolie und Nina Hoss

4

Zwischen Glamour und Gräueln

Angelina Jolie stellte auf der Berlinale ihr Regiedebüt vor.

BERLIN Berlin ist durch Prominenz aller Art gemeinhin kaum zu erschüttern. Aber wenn Angelina Jolie und Brad Pitt in der Stadt sind, gelten eigene Gesetze. Ausnahme- und Belagerungszustand vor dem Haus der Berliner Festspiele, wo Angelina mit Brad an der Seite ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" auf der Berlinale vorstellt. mehr...

Kastelruther Spatzen

5

Kleine Gefühle kommen groß raus

Die Kastelruther Spatzen brachten in der Halle Münsterland die Liebe und die Berge zusammen.

MÜNSTER Den Himalaya gibt es nicht ohne den Mount Everest, Paris nicht ohne den Eiffelturm, Klassik nicht ohne Mozart und wer Südtirol sagt, kommt an den Kastelruther Spatzen nicht vorbei. Die Volksmusik-Combo um Vorsänger Norbert Rier betörte am Donnerstag das Publikum in der Halle Münsterland mit weisen Lebensratschlägen. mehr...

Kultur erleben

Sehenswert

Theater in der Region

Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick.  mehr...

Rundgang

Ausstellungen in der Region

Von Malerei bis Fotografie: Ein Rundgang durch diese Ausstellungen lohnt sich.  mehr...

Nigel Kennedy probt in der Alten Oper in Frankfurt am Main.

Hörenswert

Konzerte in der Region

Egal ob Operette, Oper oder Philharmonie: Welche Konzerte sich wirklich lohnen.  mehr...

Willy Decker, der Intendant der Ruhrtriennale.

Rückblick

Ruhrtriennale 2011

Auf der Bühne, in Konzerten und Lesungen drehte sich alles um den Buddhismus  mehr...

Beim Bücher-Schnäppchenmarkt lassen sich bestimmt ein paar "Glücksgriffe" finden.

Neuer Lesestoff

Bücher

Einschlafhilfe oder lesenswert? Diese Schmöker sind druckfrisch im Regal.  mehr...

Scrat aus "Ice Age 3" wirkt in 3D noch possierlicher.

Filmkritiken

Kino

Welcher Streifen lohnt sich wirklich? Das sind die Tops und Flops auf der Leinwand.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment##851417714#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia