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Medienhaus Lensing
19.03.2010 15:07 Uhr
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NRW-Kulturvorschlag: Freude über Literaturzentrum - aber keine konkreten Pläne

MÜNSTER Mit Zufriedenheit haben Münsters Kulturpolitiker den Vorschlag der Landesregierung aufgenommen, in Münster ein Literaturzentrum zu gründen. „Ich freue mich, dass unsere Interventionen in Düsseldorf zu Ergebnissen geführt haben“, sagte gestern Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke.Von Manuel Jennen

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Kulturamtsleiterin Frauke Schnell wünscht sich das Literaturzentrum innerhalb der Stadt. (Foto: Manuel Jennen)

Der Literatur-Vorstoß von Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Große-Brockhoff war auch eine Folge der massiven Kritik an der Nichtbeachtung Münsters im NRW-Kulturgutachten 2008.

Konkrete Pläne, wo dieses Literaturzentrum stehen könnte und was darin geschehen soll, teilte gestern aber noch niemand mit. „In dem Papier steht, dass finanzielle Unterstützung vom Land erst mittel- bis langfristig fließen kann“, sagte Hanke. „Außerdem schlägt das Land vor, das Zentrum als Institut an die Universität anzugliedern – die Stadt Münster ist also nicht der einzige Ansprechpartner“, sagte die Dezernentin.

Auf dem Land oder in der Stadt

Zur Debatte, ob das Literaturzentrum auf Schloss Hülshoff oder lieber in Münsters Innenstadt errichtet werden
soll, äußerte sie sich nicht.

Kulturamtsleiterin Frauke Schnell plädierte hingegen für einen Standort in der Stadt. „Ein Zentrum in der Landschaft hätte zwar den Reiz, des romantischen, verträumten Schriftstellertums“, sagte sie. Schnell wünscht sich aber eher ein Literaturzentrum nach Berliner Vorbild mit Buchladen, Café, Veranstaltungen und viel Besucherverkehr – und das wäre in der Stadt besser aufgehoben.

„Vielleicht könnte sich so ein Modell sogar irgendwann selbst tragen“, sagte sie. Die Kulturamtleiterin hat schon ein bestimmtes Gebäude als Standort im Kopf, wollte es aber noch nicht verraten. 


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