Festival "Neue Wände": Studenten im Rampenlicht
MÜNSTER Dr. Marianna Ravenstein, Prorektorin der Uni Münster, ist großzügig. „Für zwei Tage können wir unsere Studierenden ja mal an die Städtischen Bühnen ausleihen“, sagt sie.
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Bands gegründet
Studentische Kultur nimmt in Münster einen riesigen Raum ein – und findet leider zu oft in kleinen oder unattraktiven Räumen statt. Theaterlabor, Hörsäle oder Kirchen bieten kein Rampenlicht. Das soll sich im Oktober ändern. Die Studenten sämtlicher Hochschulen sind begeistert: Es hätten sich schon eigens neue Bands gebildet, um im Theater aufzutreten, berichteten die Organisatoren von Stadt und Uni.
Theatermacherin Beate Reker und Musikpädagogik-Dozent Dr. Walter Lindenbaum verrieten gestern bereits ein paar Punkte des Programms. 50 Auftritte laufen teils parallel. „Man muss sich also entscheiden“, sagt Reker.
Kinderkonzert "Stimmt genau"
Zum Beispiel für das Kinderkonzert „Stimmt genau“, bei dem jungen Hörern die menschliche Stimme vom Chorgesang bis zur Arie in all ihren Facetten vorzustellen. Oder für den gemeinsamen Auftritt des Blechblasensembles „Galaxy Brass“ mit einem Medizinerchor. Im Angebot auch das blutige Shakespeare-Stück „Titus Andronicus“ mit dem die English Drama Group bereits für Furore gesorgt hat. Und zum Abschluss die Show Tapetenwechsel (31. Oktober, 20 Uhr), bei der Kabarettist Thomas Philipzen als Moderator das Leben der Studierenden durchleuchtet.
Umsonst ist das alles nicht, aber Beate Reker verspricht erschwingliche Eintrittspreise. Der Vorverkauf für die einzelnen Aufführungen und Konzertblöcke beginnt am 15. September an der Theaterkasse. Schon jetzt kann man sich per E-Mail zu Workshops des Placebo-Improtheaters (info@placebotheater.de) und der Poetry-Slammer Andreas Weber und Andy Strauß (tatwort@cuba-muenster.de) anmelden.
Vorspiel mit Barenboim
Münsters Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke verspricht sich von diesem Uni-Kunst-Festival ein Alleinstellungsmerkmal, denn abgesehen von Greifswald gebe es so etwas in keiner deutschen Stadt. „Und waren Sie schon mal in Greifswald?“, fragt Marianne Ravenstein vielsagend. Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Die mediale Aufmerksamkeit dürfte am 30. Oktober eher Weltstar Daniel Barenboim gehören, der genau an diesem Tag in Münster seinen Friedenspreis entgegennimmt. Aber das sehen die Veranstalter nicht als Konkurrenz. „Sagen wir es doch mal so: An dem Tag ist in Münster richtig viel los“, meint Marianne Ravenstein.












