http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment#dcopt=ist;#1301810515#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment##981291629#120#600#3
Medienhaus Lensing
02.03.2010 14:21 Uhr
Schriftgröße: A A A

Mittelalter-Ausstellung: Für "AufRuhr" wurde ein echter Burgturm errichtet

"AufRuhr 1225" heißt die größe Mittelalter-Ausstellung, die das Ruhrgebiet je gesehen hat. Das LWL-Museum für Archäologie in Herne hat dafür einen 27 Meter hohen Burgturm aufgebaut - täuschend echt, rekonstruiert nach alten Plänen. Die Firma Holzbau Krupka hat dafür die Kettensäge geschwungen.Von Karin von Cieminski

«
1/1
»

Die Arbeiter von der Firma Holzbau Krupka bauen die Wände für den Turm zusammen. (Foto: von Cieminski)

Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Es ist kein Luftschloss, an dem Bernd Krupka zimmert.

Er sägt und hobelt an massiven Holzbalken mit einem Querschnitt von 30 Zentimetern, presst sie gegeneinander und fixiert die Kolosse mit Seilen, bis sie sich zu einer wuchtigen Wand fügen.
Was vielleicht mal ein Jungentraum war, ist jetzt Wirklichkeit: Der Zimmerermeister baut einen Burgturm.

Die Besucher sollen den Burgturm bei "AufRuhr 1225" besteigen können

Auf dem Firmenhof absolvieren die Handwerker gerade die Generalprobe. Eine zehn Meter hohe Wand bauen sie komplett zusammen – allerdings auf dem Boden liegend. Genau so wird sie später am Archäologiemuseum stehen. Wie dichter Schnee fallen die Späne, damit die Besucher bald die einstige Herrschaftsbehausung besteigen können.

Die 22 Meter hohe „Motte“ aus Holz ist eine Rekonstruktion einer typischen Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Sie wird auf einem fünf Meter hohen Erdhügel thronen. Bevor der etwa zweiwöchige Aufbau des Turms am Museum beginnt, wirbeln auf Krupkas Hof bis zu sechs Leute täglich herum.
„So einen Auftrag gibt‘s nur einmal im Leben“, strahlt Krupka. Bei der Anfrage schlug der Zimmerer, der sonst Dachstühle, Gauben und Holzfassaden fertigt, sofort zu. Die war so etwas wie ein Ritterschlag.

Die Arbeiter der Firma Holzbau Krupka kämpfen gegen die Kälte an

Vorarbeiter Marko Henze steht an der Kreissäge und reibt sich die Hände – auch weil es viel zu tun gibt, doch vor allem, weil es bitterkalt ist. Die Handwerker müssen im härtesten Winter seit Jahrzehnten die Schlacht gegen Eis und Schnee schlagen. Spätestens nach 15 Minuten sind die Finger zu starr zum Arbeiten.

Heiß ersehnte Handschuhe sind hier tabu: Die könnten sich verfangen. „So eine Maschine fragt nicht, ob das ein Brett oder ein Arm ist“, warnt Henze. Und die Arbeitskleidung sollte möglichst eng anliegen, schließlich arbeitet hier niemand im Kettenhemd.

Das Schrillen der Säge verstummt. Zeit zum Aufwärmen. Wenn der Burgturm etwa Mitte März eröffnet, könnte es für Besucher in luftiger Höhe auch frisch werden. Denn das Turmzimmer bildet über der zweiten Etage eine Plattform. Von dort können Besucher die Aussicht genießen – nur ohne den Schutz von Fenstern. Das Dach wird auch komplett aus Holz bestehen.

Sicherheitsmaßnahmen für die Turm-Rekonstruktion

Weißer Atemdunst steigt auf, Henze lässt die Säge aufschnarren. Sie schneidet Stücke aus dem Balken. Das Projekt ist für die Holzbauer außergewöhnlich. Viele Arbeitsschritte funktionieren nur auf traditionelle Art, die zwar jeder beherrscht, doch die die Arbeiter im Alltag kaum anwenden. „Die Verbindungen der Balken sind wie beim Fachwerk.

Das Stecksystem, das wir verwenden, ist heutzutage sonst nicht mehr erlaubt“, erklärt Chef Krupka, „üblicherweise nehmen wir Metallverbinder. Und wir bauen auf diese Weise vielleicht mal Carports oder Gartenhäuschen.“ Trotz Detailliebe wird die Turm-Rekonstruktion nicht ohne moderne Elemente auskommen: Damals gab es schlichtweg keine Notbeleuchtung und kein zweites Fluchttreppenhaus.

  • Die Ausstellung: „AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne geht bis zum 28. November.
  • Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs und freitags 9 bis 17 Uhr; donnerstags 9 bis 19 Uhr; samstags, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr.


Theater-Spektakel im Gasometer

1

Zwei weitere Aufführungen für "Sommernachtstraum"

Viel Action, ausgefallene Kostüme, eine atemberaubende Kulisse - der Sommernachtstraum ist ein Spektakel. Über 18.5000 Zuschauer wollen es sehen.

MÜNSTER Das Borchert-Theater legt nochmal nach: Das restlos ausverkaufte Theater-Spektakel „Ein Sommernachtstraum“ im Gasometer bekommt zwei weitere Zusatztermine spendiert. Der Vorverkauf beginnt nächsten Dienstag. mehr...

"Europas Schande"

2

Günter Grass kritisiert mit Griechenland-Gedicht

Günter Grass hat ein neues Gedicht geschrieben. Nach seiner umstrittenen Israelkritik nimmt er sich nun Europas Umgang mit Griechenland vor.

MÜNCHEN Günter Grass (84) dichtet wieder: Knapp zwei Monate nach seinem umstrittenen israelkritischen Text geht der Literaturnobelpreisträger in neuen Versen diesmal mit Europas Griechenland-Politik hart ins Gericht. Das Gedicht, das heute in der „Süddeutschen Zeitung“ erscheint, trägt den Titel „Europas Schande“. mehr...

Im Kino: "Sharayet"

3

Lesbische Liebe in Zeiten religiöser Diktatur

Liebe ohne Zukunft: Atafeh und Shireen sind sich näher, als es der Staat erlaubt.

Engagierte Filme aus dem Iran werden von Festival zu Festival gereicht und dort von einem Publikum begutachtet, das deren Qualitäten nicht selten nur unter dem Gesichtspunkt ihrer versteckten kritischen Aspekte beurteilt. Die in den USA lebende Exil-Iranerin Maryam Keshavarz richtet ihren Blick von Außen auf ihr Heimatland, ohne dabei auf staatliche und religiöse Zensur achten zu müssen. Das Ergebnis überrascht. mehr...

Schauspielhaus Bochum

4

Dietmar Bär glänzt in "Vor Sonnenaufgang"

Der »Tatort«-Kommissar mal ganz anders: Dietmar Bär und Xenia Snagowski in Bochum.

BOCHUM Was da "Vor Sonnenaufgang" auf dem Bauerngut der Krauses geschieht, ist unsagbar schrecklich. Intendant Anselm Weber setzt im Bochumer Schauspielhaus einen gezielten Schock ans Ende seiner Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Sozialdrama. Eine tiefe Verunsicherung kurz vor dem Applaus, die der Abend, der von einem blendend aufgelegten Ensemble lebt, jedoch vertragen kann. mehr...

Konzert am 2. Juni

5

Was Anna Netrebko vor Münsters Schloss singt

Erwinn Schrott, Anna Netrebko und Jonas Kaufmann: So könnte es am 2. Juni in Münster aussehen.

MÜNSTER Die Krankschreibung von Anna Netrebko gilt nur bis zum 29. Mai. Nach ein paar Tagen Verschnaufpause steht sie dann schon am Samstag (2. Juni) vor Münsters Schloss. Beim lang erwarteten Open-Air-Konzert hat sie Ehemann Erwin Schrott und Jonas Kaufmann an ihrer Seite. Die drei Sänger haben dafür ihr Wunschrepertoire zusammengestellt, das sie jetzt auszugsweise veröffentlichen ließen. mehr...

Kultur erleben

Sehenswert

Theater in der Region

Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick.  mehr...

Rundgang

Ausstellungen in der Region

Von Malerei bis Fotografie: Ein Rundgang durch diese Ausstellungen lohnt sich.  mehr...

Hörenswert

Konzerte in der Region

Egal ob Operette, Oper oder Philharmonie: Welche Konzerte sich wirklich lohnen.  mehr...

Willy Decker, der Intendant der Ruhrtriennale.

Überblick

Ruhrtriennale 2012

Auf der Bühne, in Konzerten und Lesungen: Das ist bei der Ruhrtriennale los.  mehr...

Beim Bücher-Schnäppchenmarkt lassen sich bestimmt ein paar "Glücksgriffe" finden.

Neuer Lesestoff

Bücher

Einschlafhilfe oder lesenswert? Diese Schmöker sind druckfrisch im Regal.  mehr...

Scrat aus "Ice Age 3" wirkt in 3D noch possierlicher.

Filmkritiken

Kino

Welcher Streifen lohnt sich wirklich? Das sind die Tops und Flops auf der Leinwand.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#entertainment##483331401#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia