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Medienhaus Lensing
02.02.2012 14:48 Uhr
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Steine und Schuhe gegen Ban-Konvoi in Gaza

Gaza/Tel Aviv (dpa) Mehrere Dutzend Palästinenser haben den Konvoi von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seinem Besuch im Gazastreifen mit Steinen und Schuhen beworfen.

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UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon im Gespräch mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Foto: Fadi Arouri (Foto: dpa)

Augenzeugen berichteten, die Fahrzeuge seien in der Nähe des Eres-Grenzübergangs zu Israel im Vorbeifahren getroffen worden. Die Familien von palästinensischen Häftlingen wollten damit ihren Zorn darüber demonstrieren, dass internationale Politiker sich nicht ausreichend für ihre Angehörigen in israelischen Gefängnissen einsetzen. Gegenwärtig sitzen noch etwa 4000 sogenannte Sicherheitshäftlinge in Israel in Haft.

Ban rief Israelis und Palästinenser während seines Besuchs erneut zu einer friedlichen Annäherung auf. «Ich appelliere an die israelische Regierung, die richtige politische Atmosphäre für eine Fortsetzung der Gespräche zu schaffen», sagte Ban. Es seien «Gesten des guten Willens» notwendig. «Ich fordere die Bevölkerung Gazas dazu auf, Raketenangriffe auf Israel zu unterlassen», sagte der UN-Generalsekretär ferner. Nur so könne «das verlorene Vertrauen zwischen beiden Seiten wiederhergestellt werden».

Die Vorgespräche für Verhandlungen zwischen beiden Seiten waren in der vergangenen Woche in Amman gescheitert. Es ist unklar, wie es nun weitergehen soll. Ban weihte in Chan Junis im südlichen Gazastreifen ein Bauprojekt ein, das von den Vereinten Nationen unterstützt wird. Es sollten knapp 450 Wohneinheiten entstehen, sagte er. Israel müsse die Blockade des Gazastreifens weiter lockern und die Einfuhr von Baumaterial erlauben. «Wir müssen Export und Import im Gazastreifen unterstützen und die Bevölkerung sollte Bewegungsfreiheit haben», sagte er.

«Ich werde mein Bestes tun, damit Israelis und Palästinenser in Zukunft in Frieden und Sicherheit zusammenleben können», sagte Ban zu den Bemühungen um eine Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen. Vor einem Besuch im israelischen Grenzgebiet rief er zu einem Ende der Gewalt und Gegengewalt auf.

Vor Bans Besuch im Gazastreifen war es dort zu neuer Gewalt gekommen. Die israelische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag Ziele im nördlichen Gazastreifen an, wie ein Armeesprecher bestätigte. Es habe sich allerdings nur um «Abschreckungsschüsse» gehandelt. Israels Militär reagierte damit auf neue Raketenangriffe militanter Palästinenser. Vier Raketen seien am Mittwoch im Grenzgebiet um den Gazastreifen eingeschlagen, sagte der Sprecher.



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