Hintergründe und Rückblick
Opels langer Weg
Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum. mehr...
|
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##824534001#120#600#3
|
BERLIN/MÜNSTER Der Schatzmeister der Nationaldemokratischen Partei (NPD) hat seine Partei offenbar um fast 630 000 Euro betrogen. Wie die Staatsanwaltschaft Münster heute mitteilt, wurde Erwin Kemna (67) heute morgen um 9.10 Uhr in einer Geschenkboutique im münsterländischen Ladbergen festgenommen.
Die Parteizentrale der NPD in Berlin ist durchsucht worden. Der Schatzmeister wurde festgenommen. (Foto: dpa)
Keine Mitwisser bei der NPD
Auf Seiten der NPD habe es keine Mitwisser gegeben. Die Hinterziehung war aufgefallen, nachdem eine Bank aufgrund des Verdachts der Geldwäsche Anzeige erstattet hatte. In die Ermittlungen war auch das Landeskriminalamt NRW eingeschaltet.
Regelmäßig Gelder umgeleitet
Der Beschuldigte soll regelmäßig Gelder von Konten der NPD über Umwege in eine von ihm als Geschäftsführer betriebene Küchen GmbH geleitet und dort verbraucht haben. Auf diese Weise soll er von Januar 2004 bis Anfang Juni 2007 durch mindestens 65 konkret festgestellte finanzielle Transaktionen insgesamt 627 000 Euro von Konten der NPD abgezweigt haben.
Parteizentrale durchsucht
Das Amtsgericht hat die Haftgründe der Flucht- und Verdunkelungsgefahr angenommen. Das Verfahren richtet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft ausschließlich gegen den Beschuldigten Kemna wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Untreue zum Nachteil der NPD. Am Vormittag war unter anderem die Parteizentrale der NPD in Berlin durchsucht worden. Unter Beteiligung von bundesweit acht Staatsanwaltschaften und des Landeskriminalamts NRW wurden den Angaben zufolge auch Geschäftsräume und Privatwohnungen in den nordrhein-westfälischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich sowie in Osnabrück durchsucht. Zudem gab es Durchsuchungen in den Verlagsräumlichkeiten der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ im sächsischen Riesa.
Fehlerhafte Rechenschaftsberichte
Ende 2006 hatte die Partei 870000 Euro an die Bundestagsverwaltung zurück zahlen müssen. Grund waren fehlerhafte Rechenschaftsberichte. Derzeit prüft die Verwaltung neue Vorwürfe gegen die Partei, sagte ein Sprecher. Es gehe um falsche Spendenquittungen in einigen Landesverbänden. In der Parteizentrale im Berliner Stadtteil Köpenick waren die Ermittler am Mittag noch im Einsatz.
Schwierige Finanzlage
Kemna ist auch Verlagsgeschäftsführer der Parteizeitung „Deutsche Stimme“. Als Beruf gibt der 1950 geborene Kemna Bilanzbuchhalter an. Er habe die NPD wirtschaftlich auf gesunde Füße gestellt, heißt es bei der Partei. Nach Angaben einer Länderarbeitsgruppe unter Federführung der Berliner Innenverwaltung vom Sommer 2007 ist die Finanzlage der Partei jedoch schwierig. Grund sind neben der Rückforderung durch den Bundestag demnach auch teuere Wahlkämpfe und wachsende Kosten des Parteiapparats.
Wichtigste Geldquelle war demnach die staatliche Parteienfinanzierung. Einnahmestärkster Landesverband ist Sachsen. Dort war die Partei 2004 mit zwölf Abgeordneten in den Landtag eingezogen, in Mecklenburg-Vorpommern sitzen sechs Vertreter im Landesparlament.
Uneinigkeit über Verbotsverfahren
Die Innenminister der Bundesländer sind sich derzeit über ein Verbotsverfahren gegen die extremistische Partei nicht einig. Ein erstes NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht war 2003 unter anderem am möglichen Einfluss staatlicher Verfassungsschutz-Leute auf die NPD gescheitert.
Berlin Nach jahrelangen Debatten will der Bundestag heute eine grundlegende Reform bei der Organspende in Deutschland beschließen. Eine breite Mehrheit zur Einführung der Entscheidungslösung gilt als sicher. Alle Fraktionen haben den Gesetzentwurf gemeinsam vorgelegt. mehr...
BERLIN Niemand wird zum Ja gezwungen, aber alle werden gefragt - die Bürger sollen sich zur Organspende bekennen. Nach rund 15 Jahren Debatte zieht der Bundestag Konsequenzen aus dem fatalen Organmangel. mehr...
Berlin (dpa) Alle Bundesbürger ab 16 Jahren werden künftig offensiv nach ihrer Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod gefragt. Das beschloss der Bundestag nach jahrelanger Diskussion fast geschlossen. mehr...
DÜSSELDORF Die Würfel sind gefallen. Nach dem Röttgen-Wahldebakel der CDU in NRW soll Laschet Parteichef werden, Laumann die Fraktion führen. Mit der Doppelspitze wurde ein Führungsstreit abgewendet. An der Basis werden „Hinterzimmer-Entscheidungen“ kritisiert. mehr...
Kairo (dpa) Der Kampf um die Nachfolge des im Vorjahr entmachteten ägyptischen Langzeitpräsidenten Husni Mubarak wird erst in drei Wochen entschieden. mehr...
|
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##386999208#300#250#4
|