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Medienhaus Lensing
26.11.2009 16:05 Uhr
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Ärztemangel: NRW lockt Mediziner mit Prämie aufs Land

DÜSSELDORF Kampf gegen den Hausärztemangel: NRW zahlt Medizinern eine Prämie bis zu 50.000 Euro, wenn sie sich als Hausarzt auf dem Land niederlassen.

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Um mehr Ärzte aufs Land zu locken, zahlt NRW den Medizinern nun Prämien. (Foto: dpa)

Das Geld werde für die Gründung oder Übernahme einer Praxis in Kleinstädten und Gemeinden gezahlt, in denen ein Hausärztemangel drohe, teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstag in Düsseldorf mit. Für das Programm stelle das Land in diesem und im kommenden Jahr jeweils 1,5 Millionen Euro bereit.

„Noch haben wir keinen wirklichen Ärztemangel“, sagte Laumann. In den kommenden zehn Jahren werde aber gut ein Drittel der Hausärzte aus Altersgründen die Praxis aufgeben und womöglich keinen Nachfolger finden. Das drohe vor allem in kleineren Orten im Münsterland, in Ostwestfalen-Lippe, im Sauerland oder am Niederrhein. Deshalb müsse vorgesorgt werden.

Voraussetzung für die Förderung

Grundsätzlich werde nur in Kommunen gefördert, in denen maximal 25.000 Einwohner leben und der Versorgungsgrad mit Ärzten unter 60 Jahren weniger als 75 Prozent beträgt. Derzeit sind dies 107 Orte in Nordrhein-Westfalen. Bis zu 50.000 Euro erhalten neue Hausärzte, die sich in den 64 Kommunen niederlassen, in der ein Hausärztemangel am schnellsten droht.

Für Mediziner, die in eine der 43 Gemeinden mit mittelfristigem Mangel gehen, sind Prämien bis zu 25.000 Euro vorgesehen. Junge Ärzte, die sich in den 107 Mangelorten zum Allgemeinmediziner fortbilden lassen, können einen monatlichen Zuschuss von bis zu 2000 Euro bekommen.

Anträge bis zum 15. Dezember stellen

Die Anträge können ab sofort bis zum 15. Dezember über das Internet gestellt werden. Auch danach ist das in einem gestaffelten Verfahren noch möglich. „Zahlreiche Anfragen an das Ministerium zeigen, dass sich viele junge Ärzte für den Beruf als Hausarzt auf dem Land interessieren“, sagte Laumann. 


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