http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews#dcopt=ist;#1373479757#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##492128782#120#600#3
Medienhaus Lensing
15.06.2009 12:15 Uhr
Schriftgröße: A A A

Bildungsdefizite: Schüler und Studenten in NRW streiken

NRW Mit Demonstrationen und Blockaden haben Studenten und Schüler in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens am Montag eine landesweite Streikwoche für bessere Lernbedingungen eingeläutet. Aufgerufen zu der auch bundesweit laufenden Aktionswoche hat das lose Bündnis „Bildungsstreik 2009“. dpa/ddp

«
1/1
»

Bessere Bedingungen wünschen sich Studierende. (Foto: dpa)

In NRW sind am zentralen Streiktag an diesem Mittwoch Proteste in mindestens 20 Städten geplant, sagten Sprecher des Bündnisses. In Düsseldorf zogen am Montagnachmittag rund 150 Schüler und Eltern aus der Landeshauptstadt vor den Landtag, um gegen Kopfnoten, das verkürzte Abitur und die verbindliche Grundschulempfehlung zu demonstrieren.

Die Studenten fordern unter anderem Änderungen des ihrer Meinung nach zu verschulten Bachelor- und Mastersystems sowie die Abschaffung der Studiengebühren und des Numerus Clausus. Die Schüler kritisieren die achtjährige Gymnasialzeit und das Zentralabitur. Sie fordern zudem die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und der Kopfnoten. Auch Auszubildende beteiligen sich an der Streikwoche. Sie fordern ein Grundrecht auf Ausbildung und die Übernahme durch Unternehmen nach der Ausbildung.

Auftakt der Streikwoche an vielen NRW-Unis

Zum Auftakt der Streikwoche demonstrierten am Montagmorgen rund 200 Studenten der Ruhr-Universität Bochum auf ihrem Campus. An der Technischen Universität Dortmund gab es nach Angaben des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) Info-Veranstaltungen während der Vorlesungen. In Münster und Bielefeld wurden Protestcamps mit alternativen Lernveranstaltungen eröffnet. In Düsseldorf veranstaltete ein Dutzend Studenten eine Sitzblockade vor der NRW-Staatskanzlei. „Unser Unterricht stinkt“ hieß es bei Schüleraktionen in Duisburg und Essen.

Die Koordinatorin der NRW-AStA-Gremien, Christina Schmidt, wies Befürchtungen zurück, dass es bei den Protesten zu Krawallen kommen könne. „Wir wollen Inhalte vermitteln, das ist unser Ziel“, sagte sie in Düsseldorf. Der AStA der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen schloss sich den Protesten nicht an, da sich unter den Bündnispartnern für den Bildungsstreik Organisationen befänden, die als Krawallmacher bekannt seien.

ASTA: "Das ist nur Anfang."

Die Protestaktionen sollen über die Streikwoche hinaus fortgesetzt werden. „Das ist nur der Anfang“, sagte AStA-Koordinatorin Schmidt. „Im Superwahljahr 2009 wollen wir das Thema Bildung auf die Tagesordnung setzen.“ Auch mit humoristischen Aktionen wollen die Studenten auf die Lage der Unis aufmerksam machen. So seien unter anderem in Düsseldorf „symbolische Banküberfälle“ geplant.

Zudem findet am Samstag, 20. Juni, eine landesweite Demonstration für bessere Bildung in Düsseldorf statt. Dazu werden laut Schülervertretung rund 10.000 Teilnehmer erwartet.

Zinssatz gesenkt
 
Unterdessen hat die NRW.Bank den Zinssatz für ihr Studienbeitragsdarlehen mit sofortiger Wirkung von bisher 5,9 auf nun 4,384 Prozent gesenkt. Das teilten Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) und der Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Dietmar P. Binkowska, am Montag in Düsseldorf mit. Laut Pinkwart ist die Resonanz auf das Angebot, Studienbeiträge erst nach dem Studium zu bezahlen, hoch. „In einer Niedrigzinsphase wird dieses Angebot natürlich noch attraktiver“, fügte der Minister hinzu.

Der Zinssatz wird zweimal im Jahr, jeweils zum 15. Juni und zum 15. Dezember, überprüft. Mit dem Darlehen können Studierende ihren Studienbeitrag für das Erststudium ohne Bonitätsprüfung oder Sicherheiten nachgelagert finanzieren. Die Rückzahlung beginnt zwei Jahre nach Abschluss des Studiums in variablen Raten, sofern die Absolventen über ein entsprechendes Einkommen verfügen. Für BAföG-Empfänger gibt es eine Begrenzung der Rückzahlungsverpflichtung aus BAföG-Darlehen und Studienbeiträgen auf 1000 Euro pro Semester beziehungsweise 10.000 Euro insgesamt.


Am Freitag

1

Polizei setzt beim Blitzer-Marathon doch auf Überraschungen

Die Blitzer-Autos werden unauffällig platziert.

NRW Der angekündigte Blitzer-Marathon am Freitag wird in den Städten NRWs unterschiedlich gehandhabt. Ursprünglich hatte Innenminister Jäger erklärt, alle Geschwindigkeits-Messstellen nennen zu wollen. Am Dienstag meldeten aber viele Polizei-Dienststellen: Man setze sehr wohl auf den Überraschungseffekt. mehr...

In NRW

2

Ministerin: E-Zigaretten sind im Nichtraucherbereich unzulässig

Ein Raucher nutzt eine E-Zigarette.

Düsseldorf In Nichtraucherbereichen dürfen auch keine elektrischen Zigaretten genossen werden. Das geht aus einer gemeinsamen Antwort der nordrhein-westfälischen Ministerien für Gesundheit und für Verbraucherschutz auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor. mehr...

Bundespräsident

3

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff ist noch nicht ausgestanden. Foto: Britta Pedersen

Berlin Die Affäre Wulff flammt wieder auf. Erneut geht es um einen Urlaub mit reichen Freunden. Diesmal auf Sylt. Wieder werden Rücktrittsforderungen gegen den Bundespräsidenten laut. Und wieder versucht er sich mit "extrem unwahrscheinlichen" (FDP-Fraktions-Chef von Schleswig-Holstein, Kubicki) Erklärungen herauszureden. mehr...

Syrien

4

Mindestens 25 Tote durch Bombenanschläge

Bei zwei gewaltigen Bombenanschlägen vor Einrichtungen der Sicherheitskräfte in Aleppo sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Foto: Syrian Arab News Agency (SANA)

Damaskus/Berlin Bei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind am Freitag mindestens 25 Menschen getötet worden. In der syrischen Protesthochburg Homs bahnt sich nach sechstägigem Dauerbeschuss eine humanitäre Katastrophe an. mehr...

Proteste in Griechenland

5

Sparpaket stellt griechische Regierung vor Zerreißprobe

Ein Generalstreik lähmt Griechenland. Vor dem Parlament trafen Demonstranten auf die Polizei.

Athen Für Griechenland geht es um alles, die Lage in Athen spitzt sich zu. Nicht nur auf der Straße regt sich breiter Widerstand gegen das Sparprogramm. Die Regierung muss erste Rücktritte verkraften. Die Abstimmung im Parlament am Wochenende könnte spannend werden. mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.muenstersche-zeitung.de#nationalnews##243611590#300#250#4
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia