Schneefall im Münsterland: NRW wartet auf den Frühling

MÜNSTERLAND An diesem Wochenende verwandelt sich Nordrhein-Westfalen noch einmal in eine Winterlandschaft. Der deutsche Wetterdienst rechnet mit bis zu drei Zentimetern Neuschnee. Viele Menschen sehnen sich mehr denn je nach Sonnenschein und Wärme, doch der Frühling ist noch lange nicht in Sicht.

  • Der Schnee bleibt noch in NRW.

    Der Schnee bleibt noch in NRW. Foto: dpa

Immerhin: „In der kommenden Woche erreichen wir im Münsterland und im Ruhrgebiet tagsüber Temperaturen von vier bis fünf Grad“, erklärt Cornelia Urban, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Am Wochenende sorgt ein Tiefdruckgebiet aber zuerst für Schneefall in Münster und Umgebung.
 
„Am Montag könnte das abziehende Niederschlagsgebiet noch zu Regen oder Sprühregen führen, dann wird es aber freundlicher“, sagt Urban. Wie es danach aussehen wird, kann die Meteorologin nicht sagen. Ebenso wenig, wann der Frühling kommt: „Bis Mitte Mai müssen wir mit Nachtfrost rechnen und im März kann es noch schneien.“

Zu viel Melatonin
 
Der Kölner Psychologe Peter Groß weiß: „Die Menschen wünschen sich schon seit Januar Frühling, im Februar steigt das Verlangen dann weiter.“ Im Dezember spielt die Sehnsucht nach dem Frühling allerdings noch keine Rolle: „Dann sind alle mit Weihnachten beschäftigt.“ Jetzt wollen die Menschen aber ein Winterende. Ein Grund dafür: Wintertage können Depressionen auslösen. Das Hormon Melatonin wird durch Licht abgebaut, im Winter bleibt der Melatoninspiegel erhöht. Mögliche Folgen: Müdigkeit, Schlafstörungen, Depressionen.
 
Zu wenig Licht
 
Nicht nur fehlendes Licht erhöht den Winterfrust. „Die Leute wollen raus“, so Groß. Das hat unbewusste Ursachen. Der Mensch habe lange von der Agrarwirtschaft gelebt und wolle im März aufs Feld. Außerdem kann man im Frühling auf Schal, Mütze und Handschuhe verzichten. Die Freude darüber hat laut Groß einen banalen Grund. „Im Winter muss man mehr anziehen, das ist umständlich.“ Außerdem müssen sich Arbeitnehmer im Winter fragen, wie sie bei Schnee und Eis zur Arbeit kommen. Diese Sorgen sind nicht vorbei: „Temperaturen im zweistelligen Bereich sind in Münster noch nicht absehbar“, sagt Urban.
 
Doch hohe Temperaturen sind kein Garant für Glück. Groß: „Wir sind eine Spezies, die einfach nie zufrieden ist und immer das möchte, was sie gerade nicht hat.“ Wenn im Sommer die Temperaturen über 30 Grad steigen, dann hätten wir eben gerne Kälte und Schnee. Denn gegen Kälte kann man sich leicht mit Pulli und Jacke schützen, bei Hitze hilft indes nur die Klimaanlage. 
Autor
Sebastian Ritscher
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    22. Februar 2013, 23:00 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 13:15 Uhr
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