Hintergründe und Rückblick
Opels langer Weg
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Großensee/Detmold (dpa) Die wegen einer unerwünschten Liebesbeziehung vermutlich von ihren Geschwistern verschleppte Kurdin Arzu Ö. ist wahrscheinlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.
Beamte der Spurensicherung untersuchen in Großensee den Fundort der Frauenleiche. Foto: Daniel Bockwoldt (Foto: dpa)
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass es sich bei der am Freitag in Schleswig-Holstein entdeckten Frauenleiche um die 18-Jährige aus Detmold handelt. Mit einer endgültigen Bestätigung hielt sich Staatsanwalt Michael Kempkes am Sonntag aber noch zurück. Er wolle den Abgleich von Gewebeproben und DNA abwarten, sagte er. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte auch die Polizei zunächst keine weiteren Details zu dem Fall preisgeben.
Die junge Frau, deren Leiche in einem Gebüschstreifen in Großensee gelegen hatte, ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Sie wurde aber wahrscheinlich nicht dort getötet, wo ein Angestellter eines nahen Golfplatzes sie am Freitagmorgen fand.
Seit Monaten standen Befürchtungen im Raum, dass die 18-Jährige von ihren fünf Geschwistern verschleppt und womöglich umgebracht wurde. Vier Brüder und eine Schwester sitzen seit Anfang November als Tatverdächtige in U-Haft, sie schwiegen bislang aber hartnäckig zu den Vorwürfen.
Die 18-Jährige hatte sich in einen Bäckergesellen verliebt. Die Familie jesidischen Glaubens missbilligte die Beziehung der Tochter zu dem Andersgläubigen. Die Geschwister sollen Arzu Ö. am 1. November nachts gewaltsam aus der Wohnung des Freundes geholt und entführt haben. Zwischenzeitlich hatte die Polizei bei der Suche nach der 18-Jährigen auch Behörden in der türkischen Heimat der Familie um Hilfe gebeten.
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