Hintergründe und Rückblick
Opels langer Weg
Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum. mehr...
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KÖLN Das verstaubte Image hat Stefan Raab dem Eurovision Song Contest schon lange genommen. Gleich drei Mal hatte er in den vergangenen Jahren bei dem Musikwettbewerb die Finger im Spiel und verhalf Deutschland so zu respektabelen Platzierungen. Und auch mit "Unser Star für Oslo" endet seine diesjährige Suche nach einem Deutschen Kandidaten vielversprechend.
Die deutsche Hoffnung für Oslo ist weiblich: Jennifer Braun (l.) und Lena Meyer-Landrut stehen im Finale der Castingshow "Unser Star für Oslo". Die Siegerin vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest. (Foto: dpa)
Jahrelange Misserfolge
Im Vergleich zu anderen Castingshows hat „Unser Star für Oslo“ ein deutlich höheres Niveau - sowohl auf Kandidaten- als auch auf Juryseite. Stefan Raab dürfte denn auch nicht zum letzten Mal eine eigene Sendung in der ARD moderieren - er hat sich für Höheres empfohlen.
Kein Kandidat, der seine Person zur Besichtigung vorstellte, hatte böse Sprüche zu fürchten. Im Gegenteil, seit mehreren Sendungen bekundet Raab, sekundiert von zwei jeweils wechselnden Juroren aus der Musikwelt, nur noch Begeisterung und geradezu väterlichen Stolz.
Zuschauer entscheiden gleich doppelt
Vor allem Lena hat es ihm angetan. „Das war echt der Hammer, das war sehr, sehr berührend“, schwärmte er am Dienstag. „Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger (Mischwesen).“ Lena, die nicht nur gut singen kann, sondern auch schlagfertig ist, gilt als Favoritin für das Finale am Freitag. Die Zuschauer wählen dann auch gleich noch das Lied, das die Siegerin in Oslo darbieten soll.
Einziges Problem: Weder Lena noch Jennifer kann man sich Grand- Prix-gerecht schrill im Glitzerkleid und mit Tanzgruppe vorstellen. „Wo ist der homosexuelle Teil?“, fragte Jurorin Barbara Schöneberger am Dienstag frech. Wenn's also am 29. Mai in Oslo wieder nicht klappt, dann nur, weil unsere Kandidatin zu gut war.
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