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Madrid (dpa) Spaniens konservative Volkspartei (PP) will den Stierkampf als nationales Kulturgut schützen lassen und so das Verbot des umstrittenen Brauchs in der Region Katalonien kippen.
Ein Torero in seinem Element: Die Konservativen wollen den traditionellen Stierkampf in Katalonien beibehalten.
Darauf zielt nach Medienberichten vom Freitag eine Gesetzesinitiative ab, die die oppositionelle PP im Parlament in Madrid eingereicht hat. «Der Stierkampf ist ein wesentlicher Bestandteil unseres kulturellen und touristischen Erbes», heißt es darin.
Der Staat müsse deshalb die Freiheit jedes Bürgers sicherstellen, einen Stierkampf zu sehen und diesen Brauch auch fördern. In Katalonien werde diese Freiheit durch das Verbot aber bald beschnitten. Das Parlament in Barcelona hatte am Mittwoch beschlossen, das blutige Spektakel vom 1. Januar 2012 an in Spaniens wirtschaftsstärkster Region abzuschaffen.
Mit der Gesetzesinitiative wollen die Konservativen erreichen, dass die Zentralregierung in Madrid das Verbot in Katalonien notfalls aufheben kann. Schließlich garantiere die Verfassung jedem Bürger einen freien Zugang zur Kultur. Wann das Parlament in Madrid über den Vorstoß beraten wird, steht nicht fest.
Dass der Stierkampf Kultur sei, sagt auch Spaniens Kulturministerin Angeles González-Sinde. «Selbstverständlich ist er das», bekräftige die frühere Filmregisseurin, die sich selbst als Fan des umstrittenen Spektakels bezeichnete: «Ich respektiere das Verbot in Katalonien zwar, teile es aber nicht.»
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