Brisanz vor dem Härtetest - Bayern mit Rumpfteam
Gelsenkirchen (dpa) Das Turnier in Gelsenkirchen soll als Appetitanreger für die 48. Saison der Fußball-Bundesliga werben. Und tatsächlich: Schon vor den Halbfinals Schalke - Hamburger SV und Bayern München - 1. FC Köln ist viel Brisanz im Spiel.
Die Fans hoffen Raúl bald spielen zu sehen.
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- Bundesliga-Titelrennen: Ende des Vierkampfs?
Läuft Spaniens «königlicher» Superstar Raúl erstmals in Königsblau für den FC Schalke 04 auf? Wechselt Mario Gomez von den Münchner Bayern Richtung Gelsenkirchen? Kommt Torjäger Edin Dzeko aus Wolfsburg an die Isar? Es wird viel spekuliert, Bayern-Chefcoach Louis van Gaal gab erste Antworten.
«Wir kaufen keinen Stürmer», wies van Gaal in München Gerüchte über eine Dzeko-Verpflichtung zurück. Aber van Gaal zeigte sich nicht abgeneigt, einen Angreifer abzugeben.
«Wir haben vier Stürmer, das sind zwei zu viel. Das habe ich immer gesagt», erklärte der Niederländer. Seine Erfahrung: «Wenn Spieler gerne weg wollen, ist es besser, wenn sie gehen.» Entschieden ist nichts, fest aber steht: Das Turnier passt van Gaal nicht in den Kram: Er würde viel lieber trainieren. «Ich brauche elf Spieler, aber die habe ich im Moment nicht», klagte der Niederländer.
Den Auftritt in Gelsenkirchen wird eine Bayern-Rumpfmannschaft absolvieren. Denn in Franck Ribéry und Martin Demichelis haben erst zwei der 13 WM-Fahrer aus dem Meisterkader wieder die Arbeit aufgenommen, der Rest kommt am Montag hinzu. Ribéry wird fehlen, weil der Franzose, mit der «Equipe tricolore» bei der WM kläglich gescheitert, nach seiner Leistenoperation noch Reha-Maßnahmen absolviert.
Ärger gibt es in Hamburg nach der kurzfristigen Absage von Urs Siegenthaler, der vom 1. August Sportlicher Leiter des HSV sein sollte: Der Schweizer entschied sich im Interessens-Konflikt letztlich für seine Tätigkeit als Chefscout beim Deutschen Fußball- Bund (DFB) - was den HSV-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann auf die Palme brachte.
Trotz dieser misslichen Situation wollen HSV-Profis wie Ruud van Nistelrooy und Heiko Westermann Spaß haben. Van Nistelrooy wird das Zusammentreffen ehemaliger Real-Größen großen Gefallen bereiten: «Wir telefonieren noch immer, Raúl ist ein Superspieler, ein Kämpfer.» Westermann, dessen Wechsel zum HSV am 22. Juli vollzogen wurde, will eine Chance nutzen: «Klar freue ich mich, die alten Kameraden wiederzusehen und mich richtig zu verabschieden.»
«Königsblau» wird feiern, unabhängig vom Ausgang des Turniers, dessen Spiele von Sat.1 übertragen werden. Bei der Schalker Saisoneröffnung wird Raúl seinen ersten großen Auftritt haben. Ob der 33-Jährige seine Kunst schon auf dem Rasen zeigen wird, ist offen.













