Regionalliga: Fascher ruft den Neustart aus
MÜNSTER Die Trainingswoche umfasst nur drei Tage. Doch die sind mit fünf Einheiten prall gefüllt – und denen kommt diesmal eine ganz besondere Bedeutung. Jeder Bonus, den sich die Stammspieler des SC Preußen in der Vorbereitung erspielt haben, ist schon jetzt aufgebraucht.
Der Trainer und sein Torschütze: Marc Fascher (r.) und Mehmet Kara. (Foto: Heiner Witte)
Ein unbekanntes Gesicht
Richtig verdaut hat Fascher den schweren Keulenschlag von Samstag noch nicht. „Ich bin nach wie vor ein bisschen ratlos. Wir arbeiten seit sieben Wochen zusammen, aber dieses Gesicht der Mannschaft kannte ich noch nicht.“ Bisher waren die Eindrücke eher positiv. 90 Minuten genügten, um sie vorerst zu verwischen.
Einen Schwerpunkt will der Coach bis Donnerstag in der Zweikampfführung legen. Ein Punkt, der ihm gegen die Rheinländer überhaupt nicht gefiel. „Da müssen wir eine Priorität legen.“ Wo es klemmte, hat der Hamburger längst erkannt. Warum das so war – da tappt er immer noch weitgehend im Dunkeln. Die Leistung kann er sich nach wie vor nur mit dem vorherigen Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) erklären. „Aber dieses Alibi kann ich nicht gelten lassen.“
Ernste Stimmung im Training
Beschönigungsreflexe sind Fascher ohnehin fremd. Dass ihn der erste Saisontiefpunkt selbst schwer getroffen hat, ist dem Übungsleiter in seinem fünften Monat der Amtszeit anzumerken. Mit ernster Miene leitete er am Dienstag die erste echte Einheit seit der Niederlage, ließ seine Akteure vor allem koordinativ arbeiten. Ein Lächeln kam ihm nicht über die Lippen, während auch seine Schützlinge nicht gerade gut gelaunt, dafür aber hochkonzentriert den Alltag bewältigten.
Für zwei Drittel des Kaders ist es eine neue Erfahrung, am Freitag im Bemühen um Wiedergutmachung ins Preußenstadion einzulaufen. Part eins des Heimspiel-Doppelpacks haben die Spieler verpatzt. Der zweite Teil hat somit schon vorentscheidenden Charakter.












