Nachlese: Warnung in der Feierstunde
MÜNSTER Es gehört wohl zu den wichtigsten Aufgaben eines Fußballtrainers, den Blick für die Realität zu wahren. Nach Niederlagen nicht alles zu zerhacken, nach Siegen dafür die Euphoriebremse treten. Marc Fascher befindet sich jedenfalls in guter Gesellschaft, wenn er sagt: „Es wäre verkehrt gewesen, nach dem 0:1 gegen Düsseldorf alles über den Jordan zu werfen. Aber ich will jetzt auch nicht alles in den Himmel loben. Wichtig ist, nun Konstanz zu erlangen.“
Preußens Daniel Chitsulo erzielte das Tor des Tages. (Foto: Jean-Marie Tronquet)
Das 3:1 gegen Eintracht Trier war vollauf überzeugend, daran bestand kein Zweifel. Dennoch wies der Coach des SC Preußen darauf hin, dass dieser Sieg nur der Anfang einer kleinen Serie gewesen sein darf. „Wir haben in der Woche ein paar Dinge klar angesprochen. Ich hoffe, das ist jetzt bei allen angekommen“, meinte der 42-Jährige. Clement Halet, der das 1:0 erzielte, erklärte: „Die ersten Einheiten nach dem Düsseldorf-Spiel waren schon hart. Aber es hat ja geholfen.“ Der Franzose leistete sich nach seinem Treffer diesmal einige Schwächen. Fascher war das nicht entgangen, er brachte an dieser Stelle sein Warnsignal an: „Clement hat sich eine Weile auf seinem Tor ausgeruht. Aber er hat sich auch schnell wieder gefangen.“
Schwierigkeiten im Alltag
„Egal, wo ich gespielt habe. Ob in Jena oder Essen. Dort haben wir auch bei den Highlights gut ausgesehen und im Alltag manchmal Schwierigkeiten gehabt.“ Er und seine Kollegen werden sich in den kommenden Monaten auf die Suche nach dem Schalter begeben müssen, die diese Haltung korrigieren „Wir wollten alles besser machen als gegen Düsseldorf. Ich glaube jeder hat gesehen, dass wir es doch können.“ Oder wie es Massimo Ornatelli, Torschütze zum 3:1, formulierte: „Das war unser anderes Gesicht.“












