Testspiel: Preußen holen 0:0 gegen Drittligist Ahlen
MÜNSTER Nur wenige Menschen können sich angenehmere Jobs als den des Fußballprofi vorstellen. Meistens mag diese Einschätzung auch stimmen. In diesen Tagen haben zumindest die Kicker des SC Preußen allerdings ein derart knüppelhartes Programm zu absolvieren, dass wohl keiner gern mit ihnen tauschen will.
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Der Coach kann und will es wohl auch nicht verbergen, dass er mit dem, was seine neu zusammengestellte Truppe bisher so anbietet, sehr gut leben kann. "Für all das können wir uns nichts kaufen, das weiß jeder. Aber die Basis stimmt." Das hatten seine Schützlinge zuvor mit einer zumindest defensiv sehr guten Leistung untermauert. Die Ahlener, deren Saison bereits in zehn Tagen beginnt, sind in ihrem Pensum bereits zwei Schritte weiter. So war es kaum verwunderlich, dass der Gast kombinationssicherer und spritziger wirkte.
Lenz im Brennpunkt
Auch die ersten Chancen besaßen die Rot-Weißen. SCP-Keeper Manuel Lenz stand gegen seinen Ex-Klub gleich im Mittelpunkt. Beim Schuss von Sebastian Hille wackelte er leicht (5.), beim Versuch von Marcus Piossek reagierte er prima (21.) und bei einer Piossek-Hereingabe, die Luka Tankelic um Millimeter verfehlte (35.), hatte der Keeper Glück. Bei der dritten Chance hatte die linke Seite mit Patrick Huckle und Mehmet Kara nicht aufgepasst. Das Duo harmonierte im Vorwärtsgang jedoch im ersten gemeinsamen Einsatz vielversprechend. Kara, wieder genesen von seiner Kniereizung, fehlten zwar noch Präzision und Timing im Abspiel, doch man merkte: Der Dribbler hat Lust. Mit seinen Qualitäten bildet er im robusten und zweikampfstarken Mittelfeld inzwischen so etwas wie eine Rarität.
Fascher hatte das Zentrum mit Jonathan Bourgault, Stefan Kühne und Oliver Glöden besetzt. Die Formation pendelte zwischen dem 4-1-4-1 und 4-2-3-1, weil er damit aufs Ahlener System reagieren wollte. Auch wenn das Chancenplus zunächst beim Zweitliga-Absteiger lag, gelang der Versuch weitgehend. Diesmal probierten es die Preußen mit der Defensivvariante, demnächst sollen aber etwa Kara oder Wojciech Pollok nochmal als echte Zehner getestet werden.
Nach dem Wechsel wurde das Spiel zerfahrener, die Abspiele nach guten Offensivstaffetten kamen beiderseits seltener. Dennoch besaß Babacar N'diaye die beste Gelegenheit, traf aber freistehend das Außennetz (69.). Fascher schaute sowieso lieber in die andere Richtung: "Wichtig war, dass die Null stand. Es sieht gut aus, wie diszipliniert wir gegen den Ball arbeiten."
SCP: Lenz - Duah (70. Westermann), Mümken, Halet, Huckle (46. Lorenz) - Kühne - Glöden, Bourgault (83. Schmider) - Chitsulo (46. Dieckmann), Kara (46. Möllering) - N'diaye (70. Pollok)










