Führungskräfte: Die Neuen prägen längst das Bild
MÜNSTER Am Rande der Bande rieben sich einige Preußen-Fans leicht verwundert die Augen. "Außer Mehmet Kara kenn' ich da ja gar keinen mehr", meinte ein Zaungast beim 0:0 gegen RW Ahlen in Gievenbeck. Derartige Kommentare waren mehrfach zu hören, wenn der SCP zuletzt bei Testspielen antrat. Zugegeben - die hartgesottenen Anhänger haben sich die neuen Gesichter natürlich längst eingeprägt. Trotzdem ist die Richtung eindeutig: Mit der Mannschaft der Vorsaison hat die aktuelle nur noch herzlich wenig zu tun.
Patrick Kirsch (r.) ist ein potenzieller Führungsspieler. (Foto: Jean-Marie Tronquet)
Aus dem Kader 2009/10 waren ohnehin nur zehn Akteure geblieben. Und mit Kara, Julian Loose, Sercan Güvenisik oder den Langzeitfehlenden David Fall, Massimo Ornatelli und Orhan Özkara mussten die meisten davon bisher auch noch mindestens kürzer treten. Eine neue Hierarchie bildet sich, die Führungsrollen haben die Zugänge übernommen. Allen voran Patrick Kirsch, der wohl Abwehrchef wird, und Stefan Kühne, den wortgewaltigen Abräumer auf der Sechs. Nicht von ungefähr trugen beide schon die Kapitänsbinde. Trainer Marc Fascher baut auf solche Typen.
Funktionierendes Duo
Neben den beiden 29-Jährigen hat sich auch der Kanadier Jonathan Bourgault als bestimmender Part etabliert. Er und Kühne im Zentrum, das funktioniert. Dazu bot auch Routinier Oliver Glöden bisher passable Ansätze.
Zweiter Innenverteidiger könnte Clement Halet sein. Der agiert durchaus effizient. Im Aufbau merkt man dem Franzosen bisweilen jedoch sein einjähriges Reservistendasein an. Deshalb könnte, falls nicht doch noch ein Mann für die Abwehrmittte hinzustößt, auch Max Mümken ins Spiel kommen. Das Eigengewächs hat bisher mehr als überzeugende Auftritte abgeliefert. "Respekt dafür, wie er sich präsentiert", sagt Fascher, der sich auf den Außenpositionen der Viererkette über gute Eindrücke von Jürgen Duah (rechts) und Patrick Huckle (links) freute. Dem Ex-Mannheimer droht jedoch Konkurrenz des offensiv besseren Marc Lorenz.
Jugend empfiehlt sich
Außer Mümken bewiesen auch Youngster Julian Westermann sowie Christopher Nas (zurückgeworfen durch eine Blinddarm-OP) und Manuel Dieckmann aus der U 23 eine sehr ordentliche Form. Sie werden in den nächsten Monaten ihre Perspektive ausloten. Aber das gilt so wohl auch für den Rest.












