Fehlgeleiteter Auftakt: Schiedsrichter vermasselt SCP den Start
MÜNSTER Zu einem perfekten Fußballspiel gehöre auch ein gutes Schiedsrichtergespann, dozierte Dieter Hecking, Trainer des Bundesligisten 1. FC Nürnberg kürzlich. SCP-Trainer Arne Barez dürfte spätestens seit Sonntag wissen, was sein prominenter Kollege meinte. Denn beim 3:3 (1:1) seiner Preußen-U 23 gegen Eintracht Rheine hatte Referee Philipp Hüwe einen schwachen Tag erwischt.
Nicht zu stoppen: Preußens zweifacher Torschütze Wojciech Pollok (r.) hatte keine Mühe, sich gegen Rheines Niklas Melzer, früher selbst ein Münsteraner, durchzusetzen. (Foto: Tronquet)
Elfmeter statt Schiedsrichterball
Nach einem Durcheinander im SCP-Strafraum berührte der Ball die Torlinie, als Rheines Frederick Telsemeyer im Fallen den Kasten verschob. Doch anstatt des fälligen Schiedsrichterballs gab es Elfmeter für die Eintracht: Hüwe hatte im Strafraumgefühl ein Foul ausgemacht. Telsemeyer trat an – und traf sicher zum 1:1 (35.).
„Eine kritische Entscheidung“, so Barez nach der Partie salomonisch. Dabei hätte er allen Grund gehabt, sich zu ärgern. Auch nach dem unverdienten Ausgleich blieben die Preußen das stärkere Team und zogen nach der Pause auf zwei Tore davon: Erst traf Pascal Koopmann nach einer Flanke des starken Michael Seifert (47.), dann überlupfte Pollok elegant Torhüter André Epker (58.).
Barez lobt "tolle Integration"
Dennoch konnte sich Barez nach der Partie nur über die „tolle Integration“ der eingesetzten Regionalliga-Spieler – neben Lorenz und Pollok liefen auch Clement Halet, Max Mümken und Rico Schmider auf – und die „spielerische Leistung„ seiner Elf freuen, denn erneut stellten zwei Pfiffe des Referees den Spielverlauf auf den Kopf.
So brachte Rheines Kapitän Mirco Heger drei Minuten nach dem 3:1 einen abgefälschten Freistoß im Tor von Nils Wiedenhöft unter. Dann zeigte Hüwe nach einem Pressschlag zwischen Timo Achenbach und Maik Klostermann auf den Punkt. Telsemeyer versenkte den Ball zum 3:3-Endstand (64.).
"Drei Gegentore nach Standards, das ist ärgerlich"
„Wenn man drei Gegentore durch Standards bekommt, dann ist das ärgerlich“, meinte Barez. „Ansonsten bin ich zufrieden. Wir waren ruhig am Ball und auch das Defensivspiel hat bis auf wenige Ausnahmen gut funktioniert.“ Sein Gegenüber Ulli Peltner stellte seinem Team trotz der schwachen Leistung ein „Kompliment“ aus: „Sie hat sich toll zurückgekämpft“, meinte der FCE-Coach.
SCP: Wiedenhöft - Halet, Mümken, Achenbach, Nas - Koopmann, Schmider - Dieckmann, Seifert (73. Bensmann), Lorenz - Pollok.
Tore: 1:0 Pollok (20.), 1:1 Telsemeyer (35./FE), 2:1 Koopmann (47.), 3:1 Pollok (58.), 3:2 Heger (61.), 3:3 Telsemeyer (64./FE)











