Westfalenliga: Torwart-Debütant sichert Preußen II die Punkte
MÜNSTER Seinen ersten Einsatz für die Reserve des SC Preußen Münster wird Aziz Recep nicht vergessen. Der 19-jährige Debütant war beim 3:2 (2:1)-Erfolg gegen den SV Spexard im Tor des Westfalenligisten der Matchwinner.
Timo Achenbach (l.), der sich hier gegen Spexards Kamil Orhan behauptet, sah beim 3:2-Erfolg des SC Preußen II nach einem absichtlichen Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte. (Foto: Tronquet)
Zwei Strafstöße, zwei Rote Karten, fünf Tore. Die Zutaten für eine turbulente Begegnung waren gegeben, allein das Niveau der Partie ließ zu wünschen übrig. Zwar legte die Mannschaft von Trainer Arne Barez gefällig los, gestattete dem biederen Gast aus Ostwestfalen nur selten Entlastung.
Philip Heise, später zweifacher Torschütze, scheiterte per Kopf (6.), Koopmann verschlampte eine Konterchance (13.), den Schuss von Radovan Vujanovic blockte die Spexarder Abwehr (13.). So dauerte es bis zur 24. Minute, ehe sich Preußens Zweitvertretung belohnte. Den Versuch von Heise aus halblinker Position fälschte Ilja Nepke unhaltbar für den starken Roman Benzel ab. Es war die verdiente Führung, die der SCP nur 240 Sekunden später ausbaute. Eine Ecke von Björn Kluft nickte Marco Riemer ungestört ein, die Barez-Elf war auf Kurs.
Florian Quabeck patzt
Doch plötzlich verließ Münster diesen. Arda Nebi (30.) und Marco Bensmann (33.) versäumten Treffer Nummer drei, Florian Quabecks Patzer hinten rechts ermöglichte dem bis dahin chancenlosen SVS das Comeback ins Spiel. Charbel Abdullahat verkürzte mit einem trockenen Schuss mit dem Pausenpfiff.
Es war der Weckruf für die Gäste, die nach dem Wechsel ihre Chance auf einen Punktgewinn witterten. Die Preußen dagegen blieben weiter zu passiv, Druck auf das Spexarder Tor entstand nur selten. Im Gegenteil: Beim Schuss von Tim Maruschke rettete die Latte den SCP vor dem Ausgleich (56.), zwei Minuten später klärte Quabeck in höchster Not gegen Maruschke. Auf der Gegenseite sorgte Heise mit seinem zweiten Streich für klare Verhältnisse (60.) – allerdings nur für wenige Augenblicke.
Turbulente Szenen
Es wurde turbulent im Coerder Waldstadion. Timo Achenbach musste nach einem Handspiel auf der Torlinie zurecht mit Rot den Platz verlassen, den fälligen Strafstoß sowie den Nachschuss vom gerade eingewechselten Mehmet Dagdelen parierte Recep, war erst beim dritten Versuch von Abdullahat machtlos.
In der Folge drängte Spexard mit einem Mann mehr auf dem Feld auf den Ausgleich, der SCP beschränkte sich auf meist ungefährliche Konter. Nur Marco Gatzke hatte die Möglichkeit zum vierten Preußen-Treffer (73./77.).
Dagdelens zweiter Versuch
Die größte Chance bot sich dann aber dem Gast. Recep legte am Strafraumeck im Übereifer Spexards Doppeltorschützen Abdullahat, erneut Dagdelen platzierte den Ball auf dem Punkt. Und scheiterte erneut an Recep, der seinen Fehler direkt wieder ausbügelte. „Ich war wirklich erleichtert“, gestand der junge Keeper, der in seiner jungen Karriere noch nie zwei Strafstöße in einer Partie gehalten hatte.











