Nach 0:3-Debakel: Stevens tobt: „Nicht wert, bei Schalke zu spielen"
Gladbach Noch Fragen? Fehlanzeige. Die Pressekonferenz nach dem Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04 war in Rekordzeit beendet. Denn das Spiel hatte zuvor alle Antworten gegeben. Mönchengladbach feierte nach dem imponierenden 3:0 (3:0)-Erfolg gegen eine restlos enttäuschende Schalker Mannschaft einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze.
Der Gladbacher Filip Daems (r) und der Schalker Jefferson Farfan versuchen den Ball zu spielen. (DPA)
- Gegen die Schweiz Länderspieldebüt für Draxler
- Schalker Personaldiskussionen Horst Heldt schafft Platz im Kader
- Pyrotechnik Schalke-Sicherheitschef: „Trend ist eindeutig negativ“
- Verhandlungen laufen Kehrt Jurado zu Atlético zurück?
- Premiere für Königsblau Für die Champions League erstmals in Topf zwei gesetzt
Besondere Partie für Hanke
Dass Hanke gegen seinen früheren Club zum ersten Mal traf, machte diese Partie für den 28-Jährigen zu einer ganz besonderen. „Ich hoffe, meine Familie nimmt mir das nicht übel. Sie sind fast alle Schalke-Anhänger“, sagte der Blondschopf hinterher mit einem Lächeln. Hanke scheint momentan in der Form seines Lebens. Selbst langjährige journalistische Wegbegleiter staunen über den positiven Wandlungsprozess, den der gebürtige Hammer genommen hat.
Dass Schalke seit dem 26. November 2011 (0:2 in Dortmund) erstmals in der Bundesliga wieder verlor, war weniger erschütternd als die Art und Weise, wie dies geschah. Die Königsblauen hatten in der gesamten Spielzeit nicht eine klare Torchance. Obwohl die Platzherren nach dem Seitenwechsel ihren klaren Vorsprung nur noch verwalteten, blieben die Königsblauen weiterhin alles schuldig.
Höwedes: "Wir waren unterirdisch"
„So etwas schmerzt natürlich total. Wir waren unterirdisch und haben uns in der ersten Halbzeit kindisch aufgeführt. Die Leistung in den ersten 45 Minuten war einer Schalker Mannschaft nicht würdig,“ befand Kapitän Benedikt Höwedes. Noch drastischer ging Christian Fuchs mit der eigenen Mannschaft ins Gericht: „Die erste Halbzeit war unter aller Sau, das war Scheiße. Wir dürfen die erste Halbzeit nicht so verschlafen. Wir pennen heute dreimal bei drei Toren, wo wir doch wissen, dass Gladbach so gefährlich in der Offensive ist. Wir haben es nicht gebacken bekommen, dass wir die Räume schließen. Das ist unter aller Kritik.”
Schalke setzte damit seine Niederlagenserie gegen die Spitzenteams in der Bundesliga fort und droht damit den Kontakt zu den ersten drei Plätzen zu verlieren. Bleibt Schalke Vierter, müsste der Club in die Champions-League-Qualifikation, so dass erst im August feststehen würde, ob Schalke mit zusätzlichen Millioneneinnahmen aus der Königsklasse planen könnte.
Finanzielle Planungssicherheit angestrebt
Auch aufgrund der frühzeitig angestrebten finanziellen Planungssicherheit wollen die Schalker mindestens Platz drei erreichen. Dazu muss sich die Mannschaft allerdings anders präsentieren als in Mönchengladbach. Klaas-Jan Huntelaar gibt sich nachdenklich. „Wir haben in den letzten drei Spielen nicht das Niveau der Hinrunde gezeigt. Das macht uns Sorgen.“









