Bundesliga: Erste Niederlage: USC verliert in Schwerin
MÜNSTER Nun hat es also auch den USC Münster erwischt. Nach drei Siegen zum Auftakt der Bundesliga-Saison kassierte die Mannschaft von Trainer Axel Büring in der vierten Partie seine erste Pleite. Beim amtierenden Deutschen Meister und erneutem Titelkandidaten Schweriner SC verlor der USC nach einem fulminanten Start mit 1:3 (25:14, 19:25, 15:25, 20:25) und verabschiedet sich damit mit einem Negativerlebnis in die vierwöchige Liga-Pause.
Linda Dörendahl gehört im starken USC-Kollektiv zu den Besten. Hamburgs Trainer Jean-Pierre Staelens wählte die Libera daher folgerichtig auch zur Spielerin des Tages. (Foto: Jean-Marie Tronquet)
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Hakuta stabilisiert SSC-Annahme
Im zweiten Abschnitt knüpfte die Büring-Sechs an den Eröffnungsabschnitt an, lag trotz einer SSC-Steigerung - die japanische Nationalspielerin Hiroko Hakuta stabilisierte die wacklige Annahme - lange in Führung. Bis zum 18:17. Dann aber sollte die Partie vor 1285 Zuschauern eine entscheidende Wende nehmen. Die mitreißenden und umkämpften Ballwechsel entschied der Hausherr für sich, markierte sechs Punkte in Serie. „Wenn wir da das Niveau hätten halten können, wäre eine Überraschung möglich gewesen“, erklärte Büring, der trotz der Niederlage „die beste Saisonleistung“ sah.
Sina Fuchs krank
Auch wenn der dritte Satz nicht nach seinem Geschmack begann. Der SSC nutzte den Aufwind des Ausgleichs, spielte wie entfesselt auf und machte satzübergreifend 22:4 Punkte. Aber nicht nur der Schweriner Lauf sorgte für die klaren Verhältnisse. Münster, das ohne Lonneke Sloetjes (Nationalmannschaft) und die erkrankte Sina Fuchs (Blasenentzündung) antreten musste, fehlten die Wechselmöglichkeiten, dazu musste Libera Linda Dörendahl mit Schmerzen im operierten Fuß in Satz drei eine Pause einlegen. Der USC schien am Boden, Schwerin schien seiner zugewiesenen Favoritenrolle nun zügig gerecht zu werden. Aber Stopp, Münster wehrte sich. „Wir haben uns gegen Ende des Satzes wieder reingespielt“, sagte der 44-Jährige, der auch im finalen Abschnitt eine leidenschaftliche münstersche Mannschaft sah.
Verbissener Kampf
Mitte des Durchgangs legte sich der Gastgeber in der Arena am Lamprechtsgrund zweimal einen Drei-Punkte-Vorsprung zu, Münster aber kämpfte verbissen und ließ nicht locker. Der Lohn war der abermalige, aber zugleich auch letztmalige Ausgleich zum 18:18. Doch ein langer Ballwechsel mit dem besseren Ende für den SSC brach den letzten Widerstand. In der Folge gelangen dem USC nur noch zwei Zähler, Schwerin verwandelte nach 92 Minuten seinen ersten Matchball. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Positiv aber ist, dass wir phasenweise mit dem Favoriten auf Augenhöhe agiert haben“, erläuterte Büring mit der Erkenntnis, dass sein Team auf einem guten Weg in Richtung Playoff-Platz ist.














