Bundesliga: USC erwischt rabenschwarzen Tag
MÜNSTER Noch einmal ließ sich der Tabellenführer nicht vom USC überraschen. Die Roten Raben aus Vilsbiburg nahmen Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage und fertigten den USC im Volleydome am Berg Fidel in nur 71 Minuten mit ebenfalls 3:0 (25:17, 25:16, 25:16) ab.
Mindi Wiley (l.) und Hana Cutura vom USC versuchen den Angriff von Mirjana Djuric abzuwehren. Vergeblich. Die Vilsbiburgerin findet die Lücke. (Foto Witte)
- Bundesliga Axel Büring bleibt für weitere drei Jahre
- Bundesliga Büring vor der Unterschrift
- Bundesliga USC bekräftigt Interesse an Sarah Petrausch, Einigung fehlt noch
- Bundesstützpunkt USC stellt die meisten Jugend-Nationalspielerinnen
- U19-Nationalmannschaft USC als Zulieferer für deutsche Nachwuchsteams
Die Sätze verliefen allesamt ähnlich. Der Pokalfinalist machte weniger Fehler als der USC, spielte beeindruckend konstant und erarbeitete sich so in allen drei Durchgängen nicht unerhebliche Vorteile.
USC hadert mit dem Service
Die Bayern waren in allen Spielelementen überlegen. Besonders eklatant waren die Unterschiede zum Klassenprimus in den Bereichen Aufschlag und Annahme. Münster brauchte im Schnitt 2,4 Annahmen, um einen Punkt zu erzielen, die Süddeutschen nur 1,8. Außerdem standen 16 Servicefehler auf Seiten des USC zu Buche – zu viele gegen ein derart starkes Team.
Dazu kam das gute Blockspiel der Bayern, das den Powerhitterinnen Hana Cutura und Lonneke Sloetjes oft den Weg über die Außenbahnen versperrte. Auch die von Nationallibera Lenka Dürr hervorragend angeführte Feldabwehr war eine Zutat für das Revanche-Rezept.
Möller verteilt die Bälle
Eine andere war die fabelhaft aufgelegte Raben-Zuspielerin Lena Möllers. Sie verteilte die Bälle nicht nur punktgenau, sondern auch variabel auf ihre Angreiferinnen Jennifer Todd (12 Punkte), Mirjana Djuric (11) und Renata Benedito (10).
Es soll nicht unterschlagen werden, dass der USC ab und zu zeigte, welch variable Kombinationen er zu spielen imstande ist und welche Klasse in ihm schlummert. Doch die Büring-Sechs konnte gegen Vilsbiburg solche Phasen viel zu selten über einen langen Zeitraum strecken.
Sloetjes beste Angreiferin
Da half es auch nichts, dass Büring zum zweiten Satz Mindi Wiley für Lea Hildebrand in den Mittelblock stellte. Die Amerikanerin war zwar noch für einige gute Aktionen verantwortlich, doch für den benötigten Anschub reichten diese nicht aus. Genau wie die Akzente, die Sina Fuchs bei ihren Einwechslungen setzte.
Dass der USC im zweiten Durchgang überhaupt 16 Zähler zustande brachte, lag vor allem an Lonneke Sloetjes. Die Niederländerin war mit 14 Punkten beste Angreiferin.
Kein Comeback
In Satz drei hofften die 1711 Zuschauer kurz auf das Comeback. Mit 6:3 führte Münster, doch eine 2:10-Serie stellte die alten Verhältnisse wieder her. Und schon bald besiegelten die Raben die erste USC-Heimpleite ohne Satzgewinn der Saison. Kapitänin Andrea Berg brachte die Vorstellung auf den Punkt: „Man kann gegen den Tabellenführer verlieren, aber nicht so.“














