Standortbestimmung: Viel Freude im VfL-Haus
BOCHUM Die Vorfreude auf das Gastspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (12.) ist in Bochum bei allen groß - aus den unterschiedlichsten Gründen.
Takashi Inui (re.) und die VfL-Fußballer wollen sich in Hamburg für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren. (Foto: dpa)
Torhüter Andreas Luthe hat Spaß, "weil ich zum ersten Mal am Millerntor spiele und ich mich auf die besondere Atmosphäre in diesem Stadion freue." Außerdem ist Bochums Schlussmann guter Dinge, "weil wir als Mannschaft momentan gut drauf sind und deshalb eine sehr gute Chance haben, das Spiel zu gewinnen." Der nach Noten beste Torwart der 2. Liga glaubt, dass es für seine Mannschaft endlich an der Zeit sei, gegen einen Großen der Liga zu gewinnen. "Zumal es in der Tabelle für uns auch noch einmal ein schöner Schritt nach oben wäre."
Mimoun Azaouagh freut sich auf die Auswärtsfahrt, "weil ich da meinen guten Freund Mahir Saglik wiedersehe." Bevor Saglik beim FC St. Pauli anheuerte, stand der Angreifer beim VfL Bochum unter Vertrag, kam hier aber nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus.
Azaouagh sieht das Spiel seines VfL an der Alster als Standortbestimmung. "Wir sind mit dem Sieg über Rostock gut in den zweiten Teil der Saison gestartet und sollten die Erfolgserlebnisse jetzt fortsetzen", findet der Offensivkicker. Dass es für den VfL bochum in diesen Saison um nichts mehr geht, will Azaouagh so nicht stehen lassen. "Ich persönlich bin ziemlich ehrgeizig. Ich möchte Woche für Woche gewinnen."
Ein besonderes Spiel
Auch Trainer Andreas Bergmann freut sich darauf, mal wieder auf dem Millerntor-Rasen zu stehen. "Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich", erzählte Bergmann beim obligatorischen Pressegespräch vor dem Spiel. "Ich habe da schließlich eine etwas längere Zeit gearbeitet und habe dort viele Freunde in der Stadt." Auch in sportlicher Hinsicht erwartet der VfL-Cheftrainer eine aufschlussreiche Partie. "St. Pauli hat Ambitionen aufzusteigen und gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Das Spiel ist ein toller Gradmesser für uns."
Im Vergleich zum Heimspiel gegen Rostock wird sich die Startformation nur auf einer Position verändern. Routinier Marcel Maltritz kehrt nach seiner Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück.
Große Anziehungskraft übt das Spiel im "Freudenhaus der Liga" auch auf die VfL-Fans aus. 2500 sicherten sich die zur Verfügung stehenden Karten. Mehr geht nicht. Die vom VfL angebotene Sponsoren-Tour stieß ebenfalls auf großes Interesse: 180 Teilnehmer sind dabei.









