Doping-Dauerstreit um Springreiter Deußer beendet
Warendorf (dpa) Nach knapp drei Jahren ist der Dauerstreit um die Dopingfälle des Springreiters Daniel Deußer beendet. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) muss nach einem letztinstanzlichen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) in Hamm die Gerichts- und Anwaltskosten tragen.
Daniel Deußer überspringt im Januar mit seinem Pferd in Basel ein Hindernis.
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Die Höhe der Summe stehe noch nicht fest, sagte FN-Justiziar Joachim Wann. Das OLG hatte schon im Januar festgestellt, dass die FN dem in den Niederlanden lebenden Reiter wegen eines Dopingfalles in den USA nicht die Jahresturnierlizenz verweigern dürfe, da der Verstoß lediglich grob fahrlässig und nicht vorsätzlich erfolgt sei.
Hintergrund der langwierigen Streitigkeiten ist, dass 2007 zweimal das Dopingmittel Reserpine nachgewiesen wurde: während eines nationalen US-Turniers in Wellington beim Pferd Pristanna und beim Weltcup-Finale in Las Vegas bei Air Jordan. Die beiden positiven Proben und die juristischen Folgen hatten für viel Aufsehen gesorgt, vor allem weil Deußer ein zwischenzeitliches Startverbot des Verbandes ignoriert und sich später vor Gericht einen Start beim Hamburger Derby erstritten hatte.
Im Falle von Pristanna war Deußer vom US-Verband für drei Monate gesperrt worden. Im Fall Air Jordan hatte der internationale Verband FEI das Verfahren ohne genaue Erklärung eingestellt. Angeblich war das Siegel der B-Probe nicht in Ordnung, eine detaillierte Erklärung verweigerte die FEI.













