Deutsches Reiter-Team gewinnt, Böckmann Zweiter
Bremen (dpa) Ein Sieg durch die Nationalmannschaft und ein zweiter Platz für Gilbert Böckmann in der Euroclassics-Einzelwertung: Die Reitsport-Fans durften beim internationalen Turnier in Bremen die einheimischen Reiter feiern.
Theo Muff erhält auf Acomet die Siegertrophäe von Bremens Innensenator Meurer.
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Einen Tag nach dem Erfolg von Titelverteidiger Deutschland in der Team Trophy gewann der Schweizer Theo Muff die Einzelwertung im Stechen vor Böckmann, dem ein Abwurf den Sieg kostete. Doch Böckmann freute sich auch über Platz zwei. «Wunschdenken» sei der erste Platz gewesen. Der 50-Jährige aus Lastrup war mit dem Auftritt seiner Stute No Fathers Girl auch so zufrieden. Nach insgesamt zwei Runden und dem Stechen war der 45 Jahre alte Muff mit Acomet der einzige Reiter ohne Fehler. Dritte wurde die für die Ukraine startende Bayerin Katharina Offel mit Uno.
Am Vortag hatte das deutsche Team beim einzigen europäischen Mannschafts-Springen bei einem Hallen-Turnier geglänzt. Deutschland I mit drei Routiniers und der 29 Jahre alten Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) blieb als einziges der zehn Teams fehlerfrei. «Wir haben hier in dem Team auch mal Leute eingeteilt, die sonst vielleicht nicht in der ersten Reihe stehen», sagte Bundestrainer Otto Becker. Neben Böckmann und Meyer mit Lambrasco gehörten Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Cefalo und Alois Pollmann-Schweckhorst (Steinfeld) mit Chacco-Blue zum Sieger-Team.
Wulschner musste als einziger einen Abwurf hinnehmen und lieferte das Streichergebnis, die anderen drei Reiter blieben fehlerfrei. «Für mich war es sehr interessant zu sehen, dass hier einige Leute eine Chance bekommen haben und die auch nutzen konnten», lobte Becker, der auch eine Enttäuschung erlebte. Deutschland II belegte mit vier Nachwuchsreitern den zehnten und damit letzten Platz.
Die Starter der Sieger-Equipe sind erfahrene Nationenpreis-Reiter, gehören aber nicht zur A-Besetzung und zum Championatskader. «Das sind alles Leute, die auch künftig ihre Chance bekommen sollen», sagte der Bundestrainer. «Der Championatskader ist keine geschlossene Gesellschaft.» Den Erfolg wollte Becker aber nicht überbewerten, denn die Konkurrenz war nicht sonderlich stark. Die zweitplatzierten Niederländer setzten zwar zwei Team-Weltmeister, doch Gerco Schröder und Jeroen Dubbeldam sattelten nicht ihre Top-Pferde.
Besonderen Grund zur Freude hatte Pollmann-Schweckhorst, der nach einer rund halbjährigen Verletzungspause sein Comeback gab. «Das war jetzt die erste richtige Herausforderung für Chacco Blue, und ich war mir wirklich nicht sicher, ob das jetzt schon der optimale Zeitpunkt ist», sagte der Routinier. «Ich bin völlig zufrieden.»
Ein erfolgreiches Comeback gab es auch für Ulla Salzgebers Herzrufs Erbe. Mit dem Pferd, das sich im Sommer vergangenen Jahres beim CHIO in Aachen schwer verletzt hatte, gewann die Reiterin aus Bad Wörishofen die Kür. Mit 77,95 Prozent siegte Salzgeber vor Katarzyna Milczarek aus Polen mit Ekwador (76,95).













