Rick Kavanian im Gespräch: Sehr oft ein Bierchen mit "Bully"

IBBENBÜREN Seine Stärke ist seine Stimme. Als sächselnder Bösewicht oder tollpatschiger Hellene Dimitri Stoupakis kennt Deutschland den Comedian Rick Kavanian. Am 23. Januar kommt der Stand-Upper nach Ibbenbüren in die Schauburg und präsentiert sein neues Programm "Egostrip". In dem gewährt er seinem Publikum einen Einblick in seine vielen Persönlichkeiten. Mitarbeiterin Yvonne Petrausch sprach vorab mit dem Comedian über sein Alter Ego, Polizeikontrollen und 45 Semester Sprachstudium.

  • Der Mann mit den vielen Stimmen: Rick Kavanian steht am 23. Januar in der Schauburg in Ibbenbüren auf der Bühne. Sein Alter Ego »Dimitri Stoupakis«, bekannt aus dem Kinofilm »Der Schuh des Manitu« bringt er natürlich mit.

    Der Mann mit den vielen Stimmen: Rick Kavanian steht am 23. Januar in der Schauburg in Ibbenbüren auf der Bühne. Sein Alter Ego »Dimitri Stoupakis«, bekannt aus dem Kinofilm »Der Schuh des Manitu« bringt er natürlich mit. Foto: Agentur

Sie stehen in Ihrem neuen Programm vor Gericht - was wird Ihnen vorgeworfen?

Mir wird vorgeworfen, ich hätte eine Parkscheibe manipuliert. Dazu gibt es einen "hauptberuflichen Belastungszeugen", der mich derbe in den Schmutz zieht. Während der Gerichtsverhandlung lassen mich allerdings alle meine Freunde im Stich. Auch mein guter Freund Dimitri Stoupakis.

"Egostrip" wird als Ein-Mann-Kinofilm auf der Bühne angekündigt - heißt, Sie spielen wieder sämtliche Haupt- und Nebenrollen. Wie schizophren muss man dafür sein?

Ich hoffe überhaupt nicht (lacht). Privat bin ich ganz ich, auf der Bühne bin ich im Showmodus und schalte alle Figuren ein und aus. Ich denke, ich habe das noch ganz gut im Griff.

Schummeln sich Ihre Kunstfiguren auch mal in den Alltag, beispielsweise beim Brötchenkaufen oder in der Polizeikontrolle?

Wenn ich privat unterwegs bin, ist mir das zu peinlich, dann bin ich eher zurückhaltend. Was allerdings ganz nett ist, in einer Polizeikontrolle wurde ich schon mal mit "Hellas" begrüßt.

Wie lange dauert es, die Stimmen so gekonnt zu imitieren?

Ich habe schon früh damit angefangen, damals beim Radio in München. Ich mache das jetzt seit 22 Jahren. Das klingt vielleicht nach "alter Mann", aber ich fühle mich fast wie im 45. Semester Sprachstudium. Man muss die Stimmen immer wieder neu trainieren, ähnlich wie eine Sprache. Sonst rostet das ein.

Welcher Dialekt will Ihnen so gar nicht gelingen?

Einige Sachen sind gar nicht so einfach. Kölsch kann ich zum Beispiel überhaupt nicht. Und den Pott-Dialekt. Aber die Dialekte höre ich wahnsinnig gerne. Das Hessische geht mittlerweile ganz gut. Mit dem Bayerischen bin ich groß geworden. Am schwersten finde ich aber Berlinerisch und Sächsisch.

Wie eignet man sich fremde Dialekte eigentlich an? Gibt es einen Trick?

Immer wieder anhören - am besten verbringt man Zeit in den jeweiligen Orten und hört die Mundart von den Menschen direkt.

Im Bühnenprogramm gibt es ein Wiedersehen mit Dimitri Stoupakis und Jens Maul. Wie ist es den Kino-Stars aus "Schuh des Manitu" und "Traumschiff Surprise" bisher ergangen?

Dimitri ist mein Alter Ego und Jens Maul mittlerweile auch. Sie sind fest gewachsen in mir. Jens erfordert allerdings viel Energie. Beide sind seit meinem ersten Bühnenprogramm dabei. Die Menschen sprechen mich oft auf diese Figuren an, deswegen haben sie auch in meinem dritten Programm eine exponierte Spielfläche, ich lasse sie gerne mit dem Publikum interagieren.

Wie oft bleibt noch Zeit für ein Bierchen mit Kumpel Michael "Bully" Herbig?

Sehr oft. Unser letztes Bierchen war vor einer Woche. Privat haben wir regelmäßig Kontakt, beruflich momentan weniger, was schade ist. Aber ich sage niemals nie. Vielleicht passiert ja bald etwas.

Tickets für Rick Kavanians Auftritt in Ibbenbüren sind ab sofort bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich und online unter www.planb-tickets.de

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Autor
Yvonne Petrausch
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Dezember 2012, 11:10 Uhr
    Aktualisiert:
    21. Dezember 2012, 12:44 Uhr