Akteure als Bühnenbild im Waldorf-Konzertsaal

GIEVENBECK Bewusst verzichtet man auf eine aufwändige Requisite, das Spiel der Akteure soll für sich sprechen beim "Dreikönigsspiel" im Konzertsaal der Waldorfschule, am Donnerstag präsentiert von der Dreikönigs-Kumpanei.

  • Unter der Regie von Hilmar Röder führte die münstersche Dreikönigskumpanei am Donnerstag in der Freien Waldorfschule Münster den dritten Teil der Oberuferer Weihnachtsspiele - das so genannte "Dreikönigsspiel" - auf. Vorne: "Teufel" Uwe Lieb.

    Unter der Regie von Hilmar Röder führte die münstersche Dreikönigskumpanei am Donnerstag in der Freien Waldorfschule Münster den dritten Teil der Oberuferer Weihnachtsspiele - das so genannte "Dreikönigsspiel" - auf. Vorne: "Teufel" Uwe Lieb. Foto: Christiane Schräder

Das Dreikönigsspiel gehört neben dem Paradiesspiel und dem Christgeburtspiel zu einer alten Weihnachtsspiel-Trilogie, die noch heute in modifizierter Form von zahlreichen Waldorfschulen in der Weihnachtszeit aufgeführt wird. Der Wahl-Münsteraner Hilmar Röder - übrigens nicht nur freiberuflicher Regisseur und Sprecher, sondern auch "Waldorf-Vater" - inszenierte das traditionelle Stück nun bereits zum dritten Mal in einer modernen Fassung mit einem bewusst reduzierten Bühnenbild.

Nur kleine Farbtupfer

Bei dem Stück bilden die Schauspieler das Bühnenbild, erklärte Röder bei der Premiere am Dreikönigstag. Lediglich einige sparsam eingesetzte Requisiten und die Kostüme sorgten auf der dunklen Bühne für kleine Farbtupfer. Zur Dreikönigs-Kumpanei Münster gehören rund 20 Eltern, Schüler und Freunde der Waldorfschule, die seit Oktober einmal pro Woche rund drei Stunden lang mit Röder für die Aufführung geprobt haben. Zudem standen seit November auch Chorproben mit der Waldorf-Musiklehrerin Elke Schönfeld-Terhaar für die Laiendarsteller an. Sie übte die mehrstimmigen Gesänge in dem düster-theatralischen Stück mit den Darstellern ein.

Beim Dreikönigsspiel geht es um das Aufeinandertreffen der drei Könige Kaspar (Cüneyt Bilecen), Melchior (Christian Brauner) und Balthasar (Roland Spieker) mit König Herodes (Michael Häder) und dem Teufel (Uwe Lieb).

Weitere Aufführung

Maria und Josef wurden in dem Stück von den Waldorfschülern Anna Rölver und Jakob Althoff verkörpert. Zwei weitere Mitglieder des Ensembles - darunter auch Röders Tochter Johanna - sind ebenfalls Oberstufenschüler und sangen im Chor.

Eine weitere Aufführung dieses rund einstündigen Mysterienstücks, dass das Bewusstsein nach alter christlicher Tradition wieder wecken soll, findet am Sonntag (9. Januar) um 19.30 Uhr in der Freien Waldorfschule Everswinkel statt. Der Eintritt ist auch diesmal frei.

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