Die Hiltruper Prinzbrücke wird abgerissen

HILTRUP Eng ist es unter der Prinzbrücke schon häufiger geworden: Für moderne Güterschiffe ist die alte Stahlbrücke in Hiltrup einfach zu niedrig – selbst bei eingefahrenem Führerhaus. Doch die Tage der Prinzbrücke sind wohl gezählt.

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  • Die Tage der Hiltruper Prinzbrücke sind gezählt: Weil sie für moderne Güterschiffe zu niedrig ist, eine Anhebung aber technisch kaum möglich erscheint, muss die Brücke voraussichtlich in vier Jahren einem Neubau weichen.

    Die Tage der Hiltruper Prinzbrücke sind gezählt: Weil sie für moderne Güterschiffe zu niedrig ist, eine Anhebung aber technisch kaum möglich erscheint, muss die Brücke voraussichtlich in vier Jahren einem Neubau weichen. Foto: Beintken

  • Für die Binnenschiffer wird es unter der Hiltruper Prinzbrücke regelmäßig eng. Darum soll sie auf Dauer durch ein höheres Bauwerk ersetzt werden.

    Für die Binnenschiffer wird es unter der Hiltruper Prinzbrücke regelmäßig eng. Darum soll sie auf Dauer durch ein höheres Bauwerk ersetzt werden. Foto (Archiv): Beintken

  • Die Tage der Hiltruper Prinzbrücke sind gezählt: Weil sie für moderne Güterschiffe zu niedrig ist, eine Anhebung aber technisch kaum möglich erscheint, muss die Brücke voraussichtlich in vier Jahren einem Neubau weichen.

    Die Tage der Hiltruper Prinzbrücke sind gezählt: Weil sie für moderne Güterschiffe zu niedrig ist, eine Anhebung aber technisch kaum möglich erscheint, muss die Brücke voraussichtlich in vier Jahren einem Neubau weichen. Foto: Beintken

  • Für die Binnenschiffer wird es unter der Hiltruper Prinzbrücke regelmäßig eng. Darum soll sie auf Dauer durch ein höheres Bauwerk ersetzt werden.

    Für die Binnenschiffer wird es unter der Hiltruper Prinzbrücke regelmäßig eng. Darum soll sie auf Dauer durch ein höheres Bauwerk ersetzt werden. Foto (Archiv): Beintken

Voraussichtlich im Jahr 2013 soll sie abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt werden. Das erklärte gestern auf MZ-Anfrage der Leiter des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rheine, Ulrich Wieching.

Die Brücke ist alt, der Kanal noch älter, aber im Gegensatz zur Brücke mehrfach ausgebaut worden. Damit auch moderne Schiffe problemlos durchkommen, muss in Hiltrup etwa ein Meter mehr Platz geschaffen werden zwischen Wasseroberfläche und Brücken-Unterkante.

Dass das nicht bloß graue Theorie, sondern ärgerliche Schiffer-Praxis ist, konnten noch am frühen Montagabend zahlreiche Schaulustige beobachten. „Kahn kapituliert vor Kanalbrücke“ schrieb Familie Bücker aus Hiltrup danach über ihren Erlebnisbericht.
 
Weiterhin schilderten uns die Augenzeugen in zahlreichen launigen Zeilen, wie ein Kanalschiffer fast unter der Prinzbrücke durchgekommen wäre, dann aber mit seiner „Verena“ doch im Rückwärtsgang zurück in Richtung Münster schippern musste.

Wenden unmöglich


Die Brücke anzuheben war natürlich unmöglich, ebenso wie das Schiff mal eben mit einigen Fässern von der nahen BASF Coatings zu beladen, schreiben die Bückers. Und: „Wenden in drei Zügen mit einem Kahn, der doppelt so lang ist wie der Kanal an dieser Stelle breit ist? Unmöglich.“

Ebenso unmöglich scheint es nun zu sein, die alte Prinzbrücke einfach um einen Meter anzuheben: Das ist technisch kompliziert, zumal damit die Anfahrtsrampen von beiden Straßenseiten aus zu steil werden könnten. Einfahrten direkt an beiden Brücken-Enden machen die Sache nicht einfacher.

Befürchtet worden ist das schon lange, fast ebenso lange ist aber auch gerechnet und geplant worden, um die Hiltruper Prinzbrücke doch noch erhalten zu können – schließlich steht das historische Bauwerk unter Denkmalschutz und ist den Hiltrupern im Laufe der Jahre lieb geworden. Im Herbst wollen sie dort auf Initiative der Stadtteiloffensive sogar ein großes Brückenfest feiern, die Stahlträger dabei mit zahlreichen Kronleuchtern schmücken.

Neubau nötig

    
Doch nach den jahrelangen Berechnungen und Prüfungen überwiegen in den aktuellen Planungen zum Kanalausbau offenbar die technischen Probleme über die Belange des Denkmalschutzes und machen schlussendlich einen Neubau der Kanalüberführung nötig.

Noch hat man beim WSA in Rheine aber den Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals auf der so genannten Stadtstrecke in Münster im Kopf. Und auch da müssen einige Brücken angehoben beziehungsweise ersetzt werden. Doch danach geht der Blick gen Süden: „Nach unserer langfristigen Planung packen wir die Prinzbrücke im Jahr 2013 an“, sagt WSA-Chef Wieching.  
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