Benefizkonzert in St. Petronilla: Eine musikalische Weltreise

HANDORF Lang anhaltender Beifall, der jedem der vielseitigen und bis zu achtstimmigen Stücke folgte, war der Lohn für den A-cappella-Chor „Die Tonköpfe“. Die 22 Sänger zeigten sich am Sonntag bei einem vom „Lions-Club Münster-Landois“ organisierten Benefizkonzert in der St. Petronilla-Kirche außergewöhnlich sangesfreudig.

  • Den Zuschauern in der vollbesetzten St.-Petronilla-Kirche gefiel es. Der »Lions-Club Münster-Landois« lud zu einem großen Benefizkonzert mit dem Chor »Die Tonköpfe« ein. Der Erlös kommt dem Verein »Interplast Germany« zugute.

    Den Zuschauern in der vollbesetzten St.-Petronilla-Kirche gefiel es. Der »Lions-Club Münster-Landois« lud zu einem großen Benefizkonzert mit dem Chor »Die Tonköpfe« ein. Der Erlös kommt dem Verein »Interplast Germany« zugute. Foto Christiane Schräder

Der Erlös aus dem Konzert kommt dem Verein „Interplast Germany“ zugute. Der von Susanne Hagemeier geleitete gemischte A-cappella-Chor „Die Tonköpfe“ enzückte und überzeugte nach der Einführung mit seinen Stücken: So erklang zunächst das um 1950 in Südafrika entstandene Lied „Siyahamba“ (deutsch: Wir marschieren im Lichte Gottes).

Nach diesem Freiheitslied folgten von Susanne Hagemeier selbst arrangierte Pop-Songs über die Liebe wie Robbie Williams „Angel“ oder der Bee-Gees-Klassiker „How deep is your love“. Auch der alte Supertramp-Hit „Breakfast in Amerika“, das deutsche Volkslied „O Täler weit“ und das zauberhafte „Gabriellas Sang“ aus dem Film „Wie im Himmel“ folgten.

Freiheit und Liebe

„Die Tonköpfe“ nahmen ihr Publikum mit auf eine unterhaltsame Weltreise, riefen aber auch zu einem selbstbestimmten Leben, Freiheit und viel Liebe – mal peppig und mal poppig – auf. Auf hohem musikalischen Niveau trugen sie die abwechslungsreichen Stücke vor, die meist fröhlich und erfrischend waren, aber mitunter auch nachdenklich stimmten.

Lions-Club-Präsident Christoph Schings stellte den gemeinnützigen Verein „Interplast Germany“ vor, dessen Arbeit sein Club in diesem Jahr schwerpunktmäßig unterstützt. „Die Mitglieder von Interplast-Germany führen unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern durch“, erklärte der Präsident.

Gesichtsfehlbildungen

Die dortigen Patienten leiden zum Beispiel oft unter Gesichts- oder Handfehlbildungen, schweren Verbrennungsnarben nach Unfällen oder durch Kriegsfolgen. Durch Interplast könnten sie von einem Team aus plastischen Chirurgen, Anästhesisten und OP-Schwestern vor Ort in den Krankenhäusern behandelt werden.

Die Operationsteams fahren in ihrem Urlaub auf Einladung von Krankenhäusern oder Behörden für rund zwei Wochen in das jeweilige Land. Ziel der OP-Teams ist es, die Patienten durch die plastischen Operationen in die Lage zu versetzen, ein sozial integrierter Teil ihrer Gesellschaft zu werden.

Gegen Ausgrenzung und für mehr Integration setzt sich auch der Lionsclub ein. Bei der Patientenauswahl achtet Interplast darauf, dass Patienten operiert werden, die sich eine Behandlung nicht leisten können.
Neben Unterstützung der Aktion durch die Eintrittsgelder konnten Mitglieder und Konzertbesucher das Hilfsprojekt auch durch weitere Spenden unterstützten. Dafür stand in der St.-Petronilla-Kirche eine Spendenbox bereit.
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