Tödlicher Unfall: Fehlende Schilder könnten für Geisterfahrt verantwortlich sein

MÜNSTER/ESSEN Fehlende Straßenschilder könnten für den tragischen Unfalltod des münsterschen Lehrer-Ehepaars Hermans verantwortlich sein. An der Auffahrt Gelsenkirchen-Hassel, über die der spätere Geisterfahrer auf die A 52 fuhr, fand die Polizei nach eigener Darstellung zu wenig "Einfahrt verboten"-Schilder.

  • Am Abend des 30.12.2012 kam bei einer Kollision mit einem Geisterfahrer auf der A 52 zwischen Dorsten Ost und Gelsenkirchen Hassel das münstersche Lehrer-Ehepaar Hermans um.

    Am Abend des 30.12.2012 kam bei einer Kollision mit einem Geisterfahrer auf der A 52 zwischen Dorsten Ost und Gelsenkirchen Hassel das münstersche Lehrer-Ehepaar Hermans um. Foto: Guido Bludau

Das gaben die Staatsanwaltschaft Essen und das Polizeipräsidium Münster am Freitagnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

"Bei der Begutachtung der Auffahrt Gelsenkirchen-Hassel stellten die Polizeibeamten im Laufe der Ermittlungen fest, dass die Beschilderung im Teilbereich der Auffahrt Richtung Essen nicht den so genannten Richtlinien zur bundesweiten Wegbeschilderung auf Autobahnen entsprach", heißt es in der Mitteilung.

Zwei Schilder nicht angebracht

Es sei zur Zeit des Unfalls nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen rote "Einfahrt verboten"-Schild mit weißem Querbalken und das "Rechts vorbeifahren"-Schild (weißer Pfeil auf blauem Grund) nicht korrekt angebracht gewesen.

“Inwieweit diese Umstände mitursächlich für das Unfallgeschehen sind, wird derzeit geprüft“, sagte der ermittelnde Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Essen, Marcus Schütz, am Freitag in Essen. “Warum die Beschilderung nicht korrekt war, müssen jetzt die weiteren Ermittlungen ergeben.“
    
Fünf Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Münster seien derzeit mit der Aufklärung des Unfallgeschehens betraut. Ob die Schilder absichtlich entfernt wurden, ist noch nicht geklärt.

Geisterfahrer vernommen

Der Gesundheitszustand des 70-jährigen Geisterfahrers aus Dorsten und des bei dem Unfall schwer verletzten Sohnes des getöteten Ehepaares ist mittlerweile stabil. Die Polizei konnte den 70-Jährigen mittlerweile vernehmen.

Neue Erkenntnisse dazu, warum er in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren ist, ergab die Befragung jedoch nicht. Der Geisterfahrer war am 30. Dezember frontal mit dem Wagen von Arnold und Monika Hermans kollidiert. Der Leiter des Annette-Gymnasiums und die stellvertretende Leiterin des Schlaun-Gymnasiums kamen bei dem Unfall um.
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