Wohngenossenschaft Coerde: Umbau von Haus Coerde startet im Januar

COERDE Karola Wiedemann ist erleichtert, dass die Wohngenossenschaft Coerde kurz vor dem Weihnachtsfest den Kaufvertrag für das Haus Coerde unterzeichnet hat. „Wir wollen Haus Coerde als Marke etablieren“, sagt die Wohngenossin. Der Umbau beginnt nun schon im Januar.

  • Das alte Herrenhaus wird im Januar zur Baustelle.

    Das alte Herrenhaus wird im Januar zur Baustelle. Foto (Archiv): Tawadrous

Selbstverwaltet, sozial und ökologisch soll es künftig zugehen auf dem Anwesen, das 1022 als Kloster gegründet wurde und später auch als Gutshof und Amtssitz diente. „Wir wollen den Ort in der heutigen Zeit wieder lebendig werden lassen“, lautet das Ansinnen der neuen Besitzer.

In dem historischen Gebäude-Ensemble an der Coermühle sollen insgesamt sechs Wohnungen entstehen. Die Größe der Wohnbereiche im Haupthaus, wo eine Art Wohngemeinschaft aus fünf Mietern einzieht, liegt zwischen 30 und 76 Quadratmetern. Die Wohnungen im Ökonomiegebäude variieren zwischen 66 und 130 Quadratmetern. Dort werden neun Personen (darunter zwei kleine Kinder) leben.

Letzte Hürde ist genommen

Die letzte Hürde, die Baugenehmigung, ist genommen. Im Januar beginnt die Wohngenossenschaft mit den vorbereitenden Arbeiten. Das Baudenkmal soll erhalten bleiben. Den Anfang machen Ateliers, die von Künstlern und Handwerkern, die nicht in Haus Coerde wohnen, genutzt werden können. Sie sollen im Frühjahr bezogen werden.

Sie bieten Raum für mindestens sieben Handwerker oder Künstler. Danach entstehen dann die Wohnungen. Eine ist bereits belegt: Der Mieter lebt bereits seit vielen Jahren im Haus Coerde. „Die meisten Wohngenossen dürften dann im Spätherbst einziehen“, so Wiedemann.

Zukünftige Projekte

Langfristig könnten aber auch noch weitere Projekte in Angriff genommen werden, um das Grundstück an der Coermühle weiter zu beleben. Die Tenne ist noch sehr ursprünglich erhalten. Dort könnte in Zukunft ein Café die Besucher anlocken. Eine ehemalige Kornscheune bietet sich irgendwann für Veranstaltungen an. „Wir wollen sie zunächst einmal vermieten“, sagt Wiedemann.

Gemüse- und Gartenbau startet 2012

Konkreter sind da schon die Pläne für eine Biogärtnerei in den ehemaligen Gewächshäusern. Mit dem Gemüse- und Gartenbau könnte es bereits im kommenden Jahr losgehen.

„Es ist alles noch sehr aufregend“, gibt Wiedemann zu. Hinter den künftigen Bewohnern liegt ein arbeitsintensives Jahr. Die Wohngenossenschaft entstand aus einer Baugruppe und wurde im Oktober gegründet. Sie zählt zehn Wohngenossen und zwei investierende Mitglieder.

Ursprungspreis 2,1 Millionen Euro

Die Gruppe hatte in einem Bewerbungsverfahren im Dezember 2010 den Zuschlag bekommen und musste sich fortan an die Planungen machen. Die Stadt hatte die Immobilie vor einem Jahr zum Kauf für gemeinschaftliches Wohnen angeboten.

Eigentlich sollte das Haus Coerde sich schon seit Jahren in Privatbesitz befinden. Das alte Herrenhaus sollte ursprünglich mal für 2,1 Millionen Euro verkauft werden, die Wohngenossenschaft zahlte rund die Hälfte der Summe.
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