Weinmesse "Vinissima": Alles eine Frage des individuellen Geschmacks

MÜNSTER. Die leichten und spritzigen Weine liegen derzeit im Trend. Die Zeiten der schweren Rotweine scheinen dagegen eher vorbei zu sein. Auf der Weinmesse "Vinissima" boten Winzerinnen aus Europa ihre erlesene Getränke dem Publikum an.

  • Leichte und spritzige Weine waren auf der Messe "Vinissima" der Renner.

    Leichte und spritzige Weine waren auf der Messe "Vinissima" der Renner. Foto Kathrin Hartz

Schraubverschluss ist absolut okay, liebliche Weine dürfen auf den Tisch und gute Weine gibt es schon für fünf Euro im Supermarkt. Das sagt keine andere als Ulrike Lenhardt, Präsidentin des Vereins „Vinissima“ - einem Zusammenschluss deutscher Winzerinnen und Weinfachfrauen.

40 Expertinnen

Am Wochenende waren 40 Expertinnen, darunter Winzerinnen aus der Schweiz und Griechenland, auf der Weinmesse in Münster. Neben Vorträgen zu Kellerwirtschaft, Vermarktung und Verkostung, fand das Expertinnen-Wochenende seinen Höhepunkt in der Messe am Samstagabend im „Heaven“.

Ein Weinliebhaber aus Ostwestfalen spült am Stand von Winzerin Barbara Hoffmann aus der Pfalz einen Schluck „Cabernet Cubin“ in den Wangentaschen, gurgelt, schwenkt das Rotweinglas, hält immer wieder tief seine Nase hinein. Der konzentrierte Gesichtsausdruck verrät dabei nichts über Zu- oder Absage.

Fachmännische Verkostung

Eine Szene, wie sie sich hundertfach an den Schanktischen der Messe abspielt. Wobei es eher Männer sind, die ihr Urteil erst nach dem Prozedere einer fachmännischen Verkostung abgeben.

Den Weintrinkerinnen geht das „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“ meist spontaner über die Lippen. Das weiß auch Trixi Bannert, Sommeliere aus Münster und Vinissima-Mitglied, die sich dafür eingesetzt hat, dass die Messe in ihre Heimatstadt kommt.

Spritzig und leicht

Bannert präsentierte dem Motto des Abends entsprechend (Weine mit Finesse und Eleganz) frische Sorten vom entfernt verwandtschaftlichen Gut „Bannert“ aus Österreich. Die spritzigen, leichten Weine sind der Renner.

Uwe Feld, Weinhändler aus Münster, ist begeistert vom Trend. „Die Sorten sind fröhlich, tänzeln so dahin, machen unheimlich Spaß“, sagt er und verrät, „früher habe ich eher die wuchtigen Rotweine genossen“.
Am Ende ist alles eine Frage des individuellen Geschmacks. Aber die Zeiten der schweren, einschläfernden und tanninhaltigen Rotweine mit Onkel Alfred am Kamin, da scheint sich das Publikum einig zu sein, sind absolute Vergangenheit.
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