Hintergründe
Opels langer Weg
Aktuelle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Bochumer Werk. mehr...
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Gütersloh. Freitag, 21.12 Uhr im schmucken Heidewaldstadion: 05-Trainer Franz-Josef Lüttmann versammelt seinen Kader im Mittelkreis, gerade hatte Referee Sören Passon abgepfiffen, die 05er die Partie unglücklich mit 0:1 verloren. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie für mich hier als moralische Sieger vom Platz gehen", sagte Lüttmann mit etwas belegter Stimme.
Philipp Garmann (r.) bot eine Leistung mit Licht und Schatten. (Carsten Borgmeier)
"Ich möchte mal sehen, wie meine Mannschaft reagiert, wenn sie einen Vorsprung verteidigen darf", hatte Lüttmann im Vorfeld der Partie gehofft. Auch in Gütersloh - wie vor einer Woche schon in Hövelhof - war es möglich, das 1:0 zu machen. Doch die Mannschaft macht es nicht...
Aktionen nicht zwingend genug
Nach dem alles entscheidenden Tor in der 65. Minute fiel das 05-Kartenhaus nicht zusammen. Die 05er blieben weiterhin im Spiel, doch die Aktionen in der Offensive waren nicht mehr so klar und zwingend wie vor der Pause. Ein Grund liegt einfach in der Tatsache, dass 05-Spieler auf dem Platz stehen, die nicht die "Kohlen" mitbringen, um 90 Minuten in dieser Liga auf Tempo zu spielen. Dieser Vorwurf klingt zwar sehr hart, wenn man schon in der Rückserie ist. Doch es ist Fakt.
Keeper Müller hielt den Sieg fest
Die 05er mussten sich die wenigen Chancen der zweiten Halbzeit hart erarbeiten, kamen zumeist nur in die Spitze, wenn man sich in engen Zweikämpfen behauptete. Das klappte hin und wieder, doch es fehlten in den entscheidenden Momenten die klaren Aktionen. Gütersloh wackelte, doch die 05er nutzten das nicht. Auch nicht zwei Minuten vor dem Ende. Was für ein Fehler in der FCG-Kette, der eingewechselte Sven Mersch hatte freie Bahn, spielte die Kugel vor der Kiste her auf den frei stehenden Sahin Günana. Der "zitterte" förmlich, kam aber dennoch zum Abschluss und fand in Keeper Hendrik Müller seinen Meister. Wenn man selbst kein Tor schießt...
Die Entscheidung: 19 Meter vor dem 05-Tor setzte Erhan Toylular zu einer Grätsche an, kam nicht an die Kugel. Der Ball flog auf die linke Außenbahn, 05-Abwehrspieler Philipp Strauß war eingerückt. Das musste er nach der Pause sehr oft machen, um dort die Lücken gegen jetzt drei FCE-Spitzen zu schließen, die eigentlich vom defensiven 05-Mittelfeld hätten geschlossen werden müssen.
Fakt war, dass Birkenhake alle Zeit hatte, um sich die Kugel passend zu legen. Seine halbhohe Flanke segelte in den Fünf-Meterraum, sehr energisch spurtete Serdar Erdogmus "in den Ball", gab ihm die andere Richtung und traf zum 1:0. Als der Ball unterwegs war in den Strafraum, da war dieser Gegentreffer nur noch ganz schwer zu verteidigen...