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Simon Brüning (l.) und seineSuS-Kollegen erlitten in Abschnitt zwei einen Einbruch und gaben die Führung ab. (Foto: Johann-Krone)
Dabei war die Stimmung bei den mitgereisten Neuenkirchener Anhängern noch prächtig. „Läuft doch richtig gut, oder“, meinten sie. Schließlich führte ihre Mannschaft ja auch mit 1:0 und spielte eine ordentliche erste Hälfte.
Raphael Figueiredo traf bereits nach rund sechs Spielminuten zum 1:0 für die Gäste. Beckum spielte, wie so oft im ersten Abschnitt, einen schwachen Pass im Mittelfeld, Mike Klostermann bekam auf dem rechten Neuenkirchener Flügel den Ball und spielte „Figu“ in der Mitte an. Der zog flach ab und traf das rechte untere Eck. Alles schien gut zu laufen für die Gäste. Schließlich gewann der SuS in dieser Saison immer, wenn Figu ein Tor erzielte. Diesmal kam es anders.
Spiel fast eingetütet
Allerdings hätte Neuenkirchen das Spiel im ersten Abschnitt schon fast eintüten können. Beckum wirkte äußerst unruhig. Die Tatsache, dass SC-Trainer Carlos Castilla in der 26. Minute wegen Moserns hinter die Bande musste sowie einige Gelbe Karten wegen Meckerns belegten, das Roland unzufrieden war. Die Gäste blieben ruhiger, schalteten schnell nach Ballgewinnen um, versäumten es aber, ihre Chancen zu nutzen.
In der 21. Minute spielten Klostermann und Figueiredo Jörg Husmann vor dem Tor frei. Der schloss direkt ab, statt den Torwart auszugucken und scheiterte an selbem. Figueiredo machte es in der 30. Minute nicht besser.
Verwandelt aus der Kabine
Das rächte sich. Roland kam taktisch und geistig umgekrempelt aus der Kabine. Im Mittelfeld spielte statt einer Doppel Sechs eine offensive Raute. Spielfreude kam noch dazu. Dass die Hausherren schon in der 48. Minute ausglichen, war zusätzliches Gift für Neuenkirchens Spiel. Nachdem Christoph Debowiak zum 1:1 abstaubte, weil SuS-Keeper Tim Klinbeil einen Schuss prallen ließ, verlor der SuS die Kontrolle und den Mut.
Roland dominierte nun. Wieder Debowiak sorgte für die endgültige Wende. Alt-Star Musemestre Bamba bediente ihn von rechts. Debowiak traf zum 2:1 unter die Latte. Die Entscheidung führte der eingewechselte Florian Gehrmann herbei. Er traf nach einem Pass von Lukas Krumpietz zum 3:1.
Roland bewies in Abschnitt zwei seine Klasse. Der Tabellendritte riss den Neuenkirchenern ein Spiel aus der Hand, das die Gäste eigentlich im Griff hatten. Neuenkirchen war am Ende aber zu ungenau und zu mutlos.