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Nico Haverkamp (l.) war gegen Gütersloh im Luftkampf unschlagbar. Er war quasi die personifizierte Lufthoheit. (Foto: Thomas Strack)
Der SuS-Plan fußte auf einer konzentrierten wie engagierten Defensivleistung der gesamten Mannschaft. Und das ging voll auf. Herausragend bei Neuenkirchen war Emanuel Beckmann-Smith. Was „Becks“ auf der „Sechs“ alles abräumte, war phänomenal. Zudem schaltete er sich immer wieder mit nach vorn ein. Eine Station weiter hinten stand ihm Innenverteidiger Nico Haverkamp kaum nach. Alles, was hoch in den SuS-Sechzehner kam, köpfte der Lange prompt wieder raus.
Und wenn wirklich mal was auf den SuS-Kasten kam, war Keeper Tim Klingbeil zur Stelle. Warwegs Kracher boxte er aus dem Winkel (11.). Seine größte Tat vollbrachte Klingbeil in der 70. Minute, als Schiller nach einem Stellungsfehler von Alex Deiters volley aus zehn Metern abzog und der SuS-Torhüter den Schuss mit einem Klasse-Reflex entschärfte.
Kaum FCG-Chancen
Gütersloh war spielerisch klar dominant, kombinierte teilweise sehenswert. Allerdings waren die Gäste nicht effektiv. Der aufopferungsvoll kämpfende SuS verhinderter immer wieder den letzten Pass oder klärte die Situation schon vorab. So blieben Gütersloher Chancen Mangelware.
Auf der anderen Seite versuchte Neuenkirchen nach Ballgewinn immer wieder schnell umzuschalten und über Konter, vor allem über den quirligen Rafa Figueiredo, zum Erfolg zu kommen. Dieser Plan wäre in der 27. Minute fast aufgegangen. Nur zwei Zentimeter fehlten. Neuenkirchens Bester, Emanuel Beckmann-Smith, eroberte im Mittelfeld den Ball, passte auf „Figu“, der allein auf Torhüter Opitz zuging und aus 20 Metern abschloss. Gaaaaanz langsam rollte der Ball aufs lange, rechte Eck zu – die Fans auf der Tribüne rissen schon die Arme hoch – doch das Leder trudelte zwei Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Glück für Gütersloh.
Zuvor hatte schon Simon Brüning (19.) nach toller Kombination über Figueiredo, Osterhaus und Kaplan knapp verpasst.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war der nun in Schwarz gekleidete SuS dem 1:0 ganz nah. Ein Schulz-Freistoß segelte auf den zweiten Pfosten, Brüning knallte die Kugel volley an den Innenpfosten (52.).
„Rot“ für Röber
Danach wieder das gleiche Bild: Gütersloh mit geschätzten 70 Prozent Ballbesitz aber nicht effektiv, der SuS lauerte auf Konter, so als „Figu“ das Außennetz erzittern ließ (68.).
Alles deutete auf ein 0:0 hin, als sich Güterslohs Pascal Röber zu einer Tätlichkeit gegen Alex Deiters hinreißen ließ. Schiri Öztürk zückte „Rot“, der SuS ab der 76. Minute in Überzahl, jedoch auch ohne echte Torchance. So blieb es beim torlosen Remis. Der SuS darf sich neben dem Punkt immerhin auf die Fahne schreiben, das erste Team zu sein, das gegen Gütersloh die Null gehalten hat.