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Philipp Brüggemeyer (l.) ist für 14 Tage beziehungsweise zwei Ligaspiele gesperrt. (Foto: Johann-Krone)
Knapp 250 Zuschauer fanden nur den Weg zum Delsen und sahen 90 Minuten lang eine hektische, zerfahrene Partie. In der Schlussphase hätte das Match daher noch in eine Richtung kippen können.
Pech für den FCE
Pech für den FCE in der 83. Minute. Freddy Telsemeyer zog dreimal aus kurzer Distanz ab, scheiterte jedoch an HSV-Torhüter Marko Kichhoff und am zu ungenauen Blick der Unparteiischen. Die sahen nicht, dass der Ball beim dritten Schussversuch klar hinter der Linie war – das 3:2 blieb Rheine verwehrt.
Pech hatte auch der eingewechselte Sascha Pakularz. Auch er hätte das 3:2 machen können. Sein Kopfball in der Nachspielzeit war aber zu harmlos. Im Gegenzug hatten die Rheinenser Glück, dass Hövelhof einen Konter schwach zu Ende spielte. Es blieb beim 2:2.
Begonnen hatte die Partie ebenfalls hektisch. Allerdings mit Vorteilen für die Hausherren. Für den mit einem Handbruch ausgefallenen Kapitän Mirco Heger spielte Alessio Wilms Dellúnto hinten rechts in der Abwehr und machte ein engagiertes Spiel. Statt einer Spitze, liefen diesmal mit Julian Knocke und Frederick Telsemeyer zwei Stürmer auf. Dahinter agierte Massih Wassey als Spielmacher.
Rheine machte mit dieser Ausrichtung viel Druck. Schon in der 11. Minute mündete das in der 1:0-Führung. Wilms Dellúnto setzte sich rechts stark gegen drei Gegenspieler durch, legte auf Knocke ab und der behielt die Übersicht, um Telsemeyer zu bedienen. Der war mitgelaufen und traf locker – 1:0.
Katastrophale Fehlpässe
Ruhe brachte die Führung nicht, auch weil Wassey wenig später das sichere 2:0 auf dem Kopf hatte, aber aus kurzer Distanz kläglich vergab. Die Gastgeber wirkten unruhig, erlaubten sich teilweise katastrophale Fehlpässe. Nach einem solchen wusste sich Niklas Melzer in der FCE-Abwehr in der 19. Minute nur mit einem Foul zu helfen. Den Freistoß brachte Jan Welker von links herein. Jallow Amabou irritierte Keeper Andre Epker, sodass der Ball zum 1:1 ins Tor flog.
Zu diesem Schock kam auch noch die Verletzung Julian Knockes. Der musste in der 20. Minute mit einer Oberschenkel-Blessur raus. FCE-Trainer Klaus Bienemann kehrte zum gewohnten System mit nur einer Spitze zurück, sah aber keine riesige Chance mehr, stattdessen etliche Gelbe Karten.
In der Halbzeitpause hatten die Gemüter eigentlich die Gelegenheit, sich abzukühlen. Sie taten es aber nicht.
Es ging hektisch weiter. Das Spiel litt darunter. Immerhin: Freistöße erhielt Rheine einige. In der 56. Minute brachte Wassey einen solchen scharf vors Tor. Marko Kirchhoff im HSV-Tor bekam das Leder nicht zu fassen. Andre Klostermann staubte zum 2:1 ab.
Rheine war wieder im Vorteil, gab diesen aber wieder aus der Hand. Acht Minuten später verloren die Gastgeber wieder einmal im Aufbau den Ball, waren hinten in Unterzahl, sodass Sakir zum 2:2 ausglich.
Pech kam in der Schlussphase für Rheine auch noch hinzu. In der 70. Minute übersah der Schiedsrichter ein klares Foul im Strafraum an Wilms Dellúnto. Es hätte Elfmeter geben müssen. Fraglich ist, ob der FCE diesen Vorteil hätte nutzen können.