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David Ruwe (r.) und der FC Eintracht Rheine zeigten in Stadtlohn eine schwache Vorstellung.
Esprit, Leidenschaft und Willenskraft, die Erstvertretung des FCE ließ so ziemlich alles vermissen, was eine Mannschaft braucht, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen.
Lediglich zu Beginn der Begegnung waren die Gäste Herr der Lage, da rollte der Ball flüssig, Zweikämpfe wurden gesucht und gewonnen. Das führte zwangsläufig zu Chancen. Manuel Dieckmann bediente Massih Wassey. Die hängende Spitze tunnelte seinen Gegenspieler und fand mit einem feinen Pass Ersatzkapitän Frederick Telsemeyer. Doch der Top-Torjäger der Vorsaison scheiterte kläglich an SuS-Schlussmann Fork (6.). In der 14. Minute knallte Niklas Melzer das Leder von der rechten Seite quer vors Tor, am langen Eck lauerte Dieckmann, doch dessen Schuss ging vorbei.
Maue Rheinenser
Mehr Offensivaktionen hatte die Bienemann-Elf nicht. Nach gutem Auftakt präsentierte sich die Eintracht in einer mauen Verfassung. Die Schaltzentrale im Mittelfeld, Philipp Brüggemeyer und David Ruwe, spielte etliche Fehlpässe und verlor zu viele leichte Zweikämpfe.
Über die Außenbahnen lief wenig bis gar nichts. Stefan Seiler war quasi unsichtbar, Nils Woltering rannte sich bei Ballbesitz eigentlich immer fest.
Im Sturm konnte Massih Wassey nicht einmal im Ansatz zeigen, dass er mal Regionalliga-Spieler war. Zudem hing Telsemeyer völlig in der Luft. Darüber hinaus machten Standprobleme dem FCE zu schaffen, der Rasen war – wie das Rheiner Spiel – in einem schlechten Zustand.
So kam die Führung für Stadtlohn nicht von ungefähr. Nach einem langen Ball stimmte die Abstimmung in der FCE-Hintermannschaft nicht, sodass A-Junior und Debütant Nils Temme ungehindert zum 1:0 einschieben durfte (32.).
Nach der Pause kam Klaus Bienemann um einiges früher raus als seine Spieler, doch die erhoffte Reaktion blieb aus.
Im Gegenteil, es wurde noch schlimmer. Rheine hielt überhaupt nicht dagegen, der Einsatz stimmte nicht einmal im Ansatz. Keine echte Torchance brachte die Elf mehr zustande. Erbärmlich war das Offensivspiel, das auch der eingewechselte Michael Ungru nicht beleben konnte.
Stadtlohn legt nach
Stattdessen legte der SuS nach: Nils Temme bestrafte das zaghafte Abwehrverhalten von Klostermann mit einem Schlenzer in den Winkel (61.). Wenig später schickte ihn Krüchting, sodass Temme nicht mehr anders konnte, als zum 3:0 (73.) zu vollenden. Eine noch höhere Niederlage verhinderte der gute Andre Epker im FCE-Tor.