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Patrick Westphal sah die gelb-rote-Karte. (Foto: Tronquet)
Alle wussten: Diese Partie hätte der FCG gewinnen müssen. Die Chancen dazu waren da, der Gegner präsentierte sich alles andere als unbesiegbar.
Dabei passte das taktische Konzept der Blau-Roten. Sie ließen den Gast zu Beginn mitspielen, zogen mit der Zeit das Tempo mehr und mehr an, ohne die Defensive aus den Augen zu lassen. Es war wahrlich nicht alles schlecht. Nur eben auch nicht effektiv. Trainer Maik Weßels hatte angesichts der Personalnot die Variante mit je einem Erfahrenen und einem Youngster in der Innenverteidigung und auf der Sechs gewählt.
Niklas Bonnekessel und Jonas Dirksen bildeten das Abwehrzentrum, Patrick Westphal und Startelf-Debütant Janis Hohenhövel agierten davor.
Bis es zu echten Strafraumszenen kam, dauerte es eine Weile. Michael Fromme (19./ 20.) setzte erste Warnzeichen, dann bediente der Zehner Christian Keil, der an Keeper Roman Benzel scheiterte (36.). Gievenbeck wirkte vor der Pause zwar reifer, jedoch hielten die Ostwestfalen mit Härte dagegen.
Gievenbeck in der zweiten Halbzeit stark
Nach dem Wechsel wurde der FCG mit einem Schlag druckvoller. Philipp Daldrup knallte die Kugel nach wenigen Momenten an die Latte (46.), Frommes Schuss parierte Benzel (46.), Robin Wellermann verpasste nach Fromme-Ablage das Tor (54.), und Hohenhövel zögerte nach Wellermanns Zuspiel zu lange (65.). Der besten Phase der Hausherren folgten zwei gute Chancen des SVS, doch die erste klärte Keeper Nico Eschhaus gegen Stefan Forthaus (65.), bei der zweiten zog Kamil Orhan drüber (77.).
Über die folgende Ecke beschwerte sich Westphal, bis dahin die Schlüsselfigur für Gievenbeck, und sah Gelb-Rot. Als Spexards Ilja Nepke kurz darauf gegen Wellermann nachtrat, war die Gleichzahl wieder hergestellt (82.). Doch die letzten Mühen der Weßels-Elf, etwa ein strammer Schuss von Nils Heubrock (89.), verpufften.