MÜNSTER Als Aufsteiger musste der 1. FC Gievenbeck damit rechnen, hier und da eine Klatsche zu kassieren. „Wenn es bei uns nicht 100 Prozent passt, haben wir das Potenzial, richtig einen auf die Mütze zu bekommen“, sagt Trainer Maik Weßels. Am Samstag, beim SV Lippstadt, setzte es erst zum zweiten Mal in der laufenden Serie ein Debakel.Von Thomas Rellmann
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Fünf Gegentore: Kieran Schulze-Marmeling. (Foto: Tronquet)
Nach dem 0:5 (0:2) ließ der Coach auch kein gutes Haar an seinem Team. Und doch war zwischen den Zeilen zu hören, dass er der Elf nach einer guten Saison nicht so richtig böse sein konnte.
Schon früh brachte Engin Yildiz die Gastgeber in Front (9.), Lars Schröder erhöhte bald (20.). Spätestens nach dem Doppelschlag durch Viktor Maier (52.) und Yildiz (54.) war die Sache klar. Maier fügte noch den Schlusspunkt für die Elf vom Waldschlösschen an (82.). Und der FCG? „Wir waren in der vierten Minute mit Michael Fromme im Strafraum und haben einen Eckball bekommen“, erzählte Weßels sarkastisch. Eigene Chancen gab’s nicht, dafür begünstigten individuelle Fehler den SVL beim Torschießen. „Der Gegner war überaus stark“, räumte Weßels ein. „Aber auf unserer Seite war das auch ein Kollektivversagen, gerade seitens der Führungsspieler.“ Beschönigen wollte er nichts, Unrecht mochte er seiner Elf aber auch nicht tun – und biss sich lieber auf die Zunge.