Das Resultat hätte gut und gerne höher ausfallen dürfen, doch nach fünf Remis’ und einer Niederlage wollte sich darüber nun wirklich niemand beschweren. „Mir ist beim Schlusspfiff ein Stein vom Herzen gefallen“, berichtete Trainer Andree Kruphölter. „Nicht, weil’s der erste Sieg war, sondern weil bei der knappen Führung immer noch etwas passieren kann.“
Doch es geschah nichts mehr. Der SCP hatte selbst in der Schlussviertelstunde, als der Druck zunahm, keine klaren Gelegenheiten mehr. Und zuvor lag das Chancenplus ohnehin beim TuS. Der rechtzeitig genesene Tim Hagedorn hatte die ersten Möglichkeiten (5./12.), Gunvald Herdin verfehlte die Kugel (18.), Robin Paton scheiterte knapp (39.), und auch Ulrich Kockmann verpasste die Führung (43.). Paderborn war nur einmal nach zwei Minuten durch Sefkan Kaynak wirklich gefährlich.
Schwer zu knacken
In der Kabine impfte Kruphölter seiner Bande ein, die Geduld zu bewahren. „Wichtig war, dass wir unsere Ordnung beibehalten. Damit hat sich der Gegner schwer getan.“ Knacken konnten die Ostwestfalen den Riegel eigentlich kaum. Abgesehen von einem Versuch des Ex-Preußen Omar Guetat nach einem Stellungsfehler Martin Lamberts (66.). Zuvor hatten Hagedorn (60.) und Herdin (66.) aber bereits die Führung auf dem Fuß.
Erleichterung
Die fiel dann mit Verspätung – und in Ko-Produktion dieses Duos. Hagedorn zog aus 16 Metern ab, Keeper Tobias Schloeffel ließ den Ball abprallen, und Herdin staubte ab (70.). Sven Kleine-Wilke hätte sogar erhöhen können (76.). „Wir waren ja schon oft nah dran“, meinte Kruphölter, nachdem sein Team den letzten Ansturm überstanden hatte. „Heute hat’s endlich funktioniert.“ Ein bisschen Erleichterung war dann doch dabei.