MÜNSTER 33 Tage hielt die stolze Siegesserie des SC Preußen Münster II, vier Dreier mit 9:0 Toren gab es zuletzt. Am Freitagabend jedoch fand die Erfolgssträhne beim FC Gütersloh ein Ende. Das 1:1 (0:1)-Remis aber schmeckte der SCP-Reserve herrlich süß, fühlte sich fast wie ein Erfolg an.Von Henner Henning
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Marcel Todte (l.) erzielte den einzigen Treffer für den SCP-Nachwuchs gegen die DFB-Auswahl. (Foto Witte)
Denn die Vorzeichen vor dem Auftritt beim Tabellenvierten waren alles andere als optimal. Personell in Minimalbesetzung angereist musste Trainer Arne Barez mit Innenverteidiger Simon Scherder, Julian Büscher und Kai Kleine-Wilke gleich drei U 19-Akteure im Heidewaldstadion bringen. Anfangs noch zurückhaltend legte die in dieser Aufstellung noch nie aufgetretene Preußen-Reserve den Respekt ab und erarbeitete sich gegen die Ostwestfalen erste Möglichkeiten. Büscher hämmerte den Ball aus 20 Metern an die Latte (31.), einen Abpraller verwertete Marcel Todte nicht (35.).
Hop auf Birkenhake
Dafür klingelte es auf der Gegenseite. Eine Unachtsamkeit auf der linken Abwehrseite der Preußen nutzte Temel Hop zu einer präzisen Flanke, Marc Birkenhake köpfte ungehindert zur Führung ein (44.). „Das Gegentor war umso ärgerlicher, weil es in eine starke Phase von uns fiel“, sagte Barez, der bis zum Pausenpfiff eine überaus engagierte und mutige Leistung seiner Elf sah. Die Intensität der Partie blieb auch nach dem Wechsel hoch, allerdings hatte nun Gütersloh die Vorteile auf seiner Seite. Doch im münsterschen Kasten zeigte Nils Wiedenhöft seine Klasse und vereitelte einige gute Möglichkeiten der Gastgeber. „Nils war im Strafraum sehr präsent und hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte der Coach.
Büscher legt vor
Und da auch Wiedenhöfts Teamkollegen weiter an ihre Chance glaubten, gelang 14 Minuten vor dem Abpfiff dem Rumpfteam des SCP der Ausgleich. Büscher leitete gedankenschnell das Leder zu Michael Seifert, der 120 Sekunden nach seiner Einwechslung die Kugel in den Torwinkel jagte. Güterslohs Drangperiode überstand die Barez-Elf, die verdient einen Punkt entführte. „Wir haben die Situation sehr gut angenommen und sind konzentriert und abgeklärt aufgetreten“, erklärte der Trainer. „Das war insgesamt ein guter Auftritt.“
- SCP II: Wiedenhöft - Blesz, Scherder, Quabeck, Borchmann (65. Bensmann) - Kaldewey, Kleine-Wilke, Koopmann - Büscher, Stenzel (74. Seifert) - Todte (58. Nebi)
- Tore: 1:0 Birkenhake (44.), 1:1 Seifert (76.)