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Jörg Husmann (r.) und der SuS spielten gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter SV Lippstadt richtig gut mit. Das Toreschießen versäumten sie jedoch. (Foto: Thomas Strack)
„Wenn man etwas kritisieren kann, dann ist es unsere Chancenverwertung“, sagte SuS-Trainer Franz-Josef Reckels nach dem Spiel. Das trifft‘s.
Richtig Spaß gemacht
Engagiert, lauf- wie spielfreudig, schnell und kombinationssicher, so agierten die Neuenkirchener über weite Strecken der Partie. Da machte es richtig Spaß, zuzuschauen. Doch immer wieder bekam ein Lippstädter einen Fuß dazwischen, oder der letzte Pass kam nicht an, oder die Chancen wurden vergeben.
Wie es anders – und zwar richtig – geht, zeigte der Tabellenführer. 32 Minuten war vom SVL in der Offensive gar nichts zu sehen. Dann brachte Jevric eine Ecke nach innen, die SuS-Abwehr war eine Sekunde lang nicht im Bilde, Viktor Maier daher frei – und er versenkte volley aus zehn Metern zum 1:0 für den Gast. Ganz bitter für den SuS.
Figueiredo scheitert
Denn der hätte da schon führen müssen. Die größte Möglichkeit hatte Rafa Figueiredo, als er von Schmidt bedient frei durch war und mit seinem Abschluss an Keeper Liesemann scheiterte (7.). Ein Querpass und Maik Klostermann wäre mit dem Ball ins leere SVL-Tor gelaufen ...
Der Rückstand (32.) aus dem Nichts schockte den SuS. Traufetter (33.) hätte direkt im Anschluss nachlegen können. Wieder war die Innenverteidigung nicht auf der Höhe. In der 42. Minute zeigte Lippstadts Mittelstürmer dann seine Klasse. Als Schulz wegrutschte, ging er mit dem Ball aufs Tor zu. Seinen Schussversuch blockte Haverkamp zwar noch ab, doch den Abpraller verwandelte Traufetter eiskalt zum 2:0 für Lippstadt (42.). Hätte Eickel (45.) das Leder nicht haarscharf am SuS-Tor vorbei gelupft, wäre schon zur Pause der Deckel drauf gewesen.
Allerdings versagte Schiri Goldmann nach einer Attacke von Riemer an Maik Klostermann dem SuS in dieser turbulenten Schlussphase der ersten Hälfte auch einen Elfer (41.). Zudem hatte Thorsten Schmidt nach einer feinen Kombination Pech, dass er nur das Außennetz traf (43.).
In der zweiten Hälfte hatte der SuS weiterhin deutlich größere Spielanteile, blieb am Drücker, hatte auch Chancen, doch der finale Abschluss misslang konstant. Egal ob es Nail Kaplan (71.), Maik Klostermann (71. u. 72.) oder Simon Brüning versuchten (75.).
Auf der Gegenseite war Lippstadt nur gefährlich, wenn Traufetter bei Kontern zum Abschluss kam. Doch SuS-Keeper Tim Klingbeil verhinderte den endgültigen K.o. seines Teams durch eine Glanztat (75.).
Klingbeil patzt fatal
Zwei Minuten später aber knockte er sein Team dann selbst aus. Einen harmloses 20-Meter-Schüsschen von Serdar Erdogmus ließ Klingbeil durch die Handschuhe zum 3:0 für Lippstadt ins Netz rutschen (77.). Der Torhüter war völlig niedergeschlagen, auch wenn schnell einige Kollegen zu ihm eilten, um ihn zu trösten.
Mit dem 0:3 war die Partie entschieden. Der SuS bemühte sich zwar weiterhin, doch ein Tor hätten die Neuenkirchener am Sonntag auch in vier Stunden Spielzeit wohl nicht erzielt. So gewannen effektive Lippstädter klar – aber zu hoch – mit 3:0.